Bitcoin-Händler setzen 2,9 Millionen Dollar auf einen Anstieg über 82.000 Dollar
Die Call-Position folgt auf starke Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs und einen schnellen Kurssprung, während auf Deribit die Nachfrage nach Puts weiterhin hoch bleibt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Optionshändler kauften 2.000 Call-Optionskontrakte auf Bitcoin mit einem Ausübungspreis von 82.000 Dollar und einem Verfall am 4. September.
- Für diese Position zahlten sie zusammen 2,9 Millionen Dollar, was auf einen Kurs über 82.000 Dollar bis zu diesem Datum setzt.
- Der breitere Optionsmarkt bleibt vorsichtig, mit starker Nachfrage nach Schutz vor einem Rückgang, obwohl Bitcoin über 80.000 Dollar liegt.
Bitcoin zieht erneut die Aufmerksamkeit von Optionshändlern auf sich. Ein oder mehrere Händler kauften am Montag 2.000 Call-Optionskontrakte mit einem Ausübungspreis von 82.000 Dollar (70.300 Euro) und einem Verfall am 4. September. Dafür zahlten sie zusammen 2,9 Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) an Prämie und setzen damit auf einen Anstieg des Bitcoin-Kurses über 82.000 Dollar (70.300 Euro) bis zu diesem Datum.
Große Wette auf einen höheren Kurs
Der Trade zeigt, dass es nach dem schnellen Anstieg von Bitcoin weiterhin eine starke Nachfrage nach Aufwärts-Exposure gibt. BTC liegt derzeit bei rund 80.000 Dollar (68.600 Euro), nachdem der Kurs eine Woche zuvor von etwa 64.000 Dollar (54.900 Euro) aus gestiegen war. Das entspricht einem Plus von 25 % in sieben Tagen, laut CoinDesk-Daten.
Die jüngste Bewegung fiel mit mehreren Faktoren am Markt zusammen. So verwies die Hauptquelle auf die Ankündigung eines Bond-Buybacks durch das US-Finanzministerium, anhaltende Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs und Short-Liquidationen, die den Anstieg möglicherweise beschleunigt haben. Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass solche Flows oft zeigen, wie schnell sich die Stimmung bei Bitcoin drehen kann, wenn Liquidität und Derivatehandel zusammenkommen. Das passt zu der breiteren Rally, die auch von starken ETF-Zuflüssen getragen wurde.
Optionsmarkt bleibt vorsichtig
Gleichzeitig bleibt der breitere Optionsmarkt vorsichtig. Auf Deribit zeigt die Skew, wie groß die Nachfrage nach Puts im Vergleich zu Calls ist. Eine negative Skew bedeutet, dass Händler mehr für Schutz vor einem Rückgang zahlen.
Laut Laevitas fiel die Sieben-Tage-Skew für BTC auf -5,17 % von +2,36 %. Für ETH sank sie auf -12,15 % von +3,41 %. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Downside Protection weiterhin hoch ist, obwohl Bitcoin inzwischen wieder über 80.000 Dollar (68.600 Euro) liegt.
Was dieses Signal aussagt
Die Kombination aus einer großen Call-Position und einer negativen Skew zeigt, dass der Markt nicht eindeutig ist. Einerseits gibt es Händler, die auf weitere Kursgewinne setzen, andererseits bleibt Absicherung gegen einen Rücksetzer beliebt. Damit ist der Optionsmarkt derzeit ein guter Gradmesser für das gemischte Sentiment rund um Bitcoin.