BlackRock sieht Krypto-ETF-Bestand in Q3 um 63 % steigen
Nach einem schwachen ersten Halbjahr kehrten die Zuflüsse zurück, wobei IBIT der größte Treiber war. Die Erholung wurde vor allem durch steigende Bitcoin-Kurse und neue Nachfrage nach Spot-ETFs getragen.

Wichtigste Erkenntnisse
- BlackRocks digitale Assets stiegen im dritten Quartal auf 79,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 63 % gegenüber Ende Juni.
- Das Unternehmen verzeichnete im Q3 Zuflüsse von 7,9 Milliarden Dollar und machte damit die Abflüsse von rund 2,2 Milliarden Dollar in der ersten Hälfte von 2026 wett.
- IBIT zog rund 5,1 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen an und blieb BlackRocks größter Bitcoin ETF.
BlackRock sah seine Krypto-Fonds im dritten Quartal deutlich anziehen, liegt mit dem Unternehmen aber weiterhin unter dem Niveau von vor einem Jahr. Ende September belief sich das verwaltete Vermögen in digitalen Assets auf 79,6 Milliarden Dollar (71,1 Milliarden Euro), ein Anstieg von 63 % gegenüber 48,8 Milliarden Dollar (43,6 Milliarden Euro) Ende Juni. Dennoch liegt der Wert noch 23 % unter den knapp 104 Milliarden Dollar (92,9 Milliarden Euro) von vor einem Jahr.
Zuflüsse kehrten zurück
Laut dem Quartalsbericht flossen im dritten Quartal 7,9 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro) in BlackRocks digitale Asset-Produkte. Das reichte aus, um die Abflüsse von rund 2,2 Milliarden Dollar (2 Milliarden Euro) in den ersten sechs Monaten von 2026 mehr als auszugleichen. Die Wende fiel mit einer Erholung des Kryptomarkts nach einem schwachen ersten Halbjahr zusammen, in dem Bitcoin und andere Krypto unter Druck standen.
Der Anstieg kam nicht nur durch neue Zuflüsse zustande. Von den 30,8 Milliarden Dollar (27,5 Milliarden Euro), die BlackRock im Quartal zu den digitalen Assets hinzufügte, entfielen 22,9 Milliarden Dollar (20,5 Milliarden Euro) auf Kursgewinne und 7,9 Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro) auf Zuflüsse von Anlegern. Damit bleibt klar, dass der Wert der zugrunde liegenden Krypto eine große Rolle für das Ergebnis der Fonds spielt.
IBIT bleibt der Motor
BlackRocks iShares Bitcoin Trust, besser bekannt als IBIT, ist inzwischen der größte Bitcoin ETF. Im Juni 2026 verwaltete der Fonds mehr als 66 Milliarden Dollar (59 Milliarden Euro), fast fünfmal so viel wie der nächstgrößte Konkurrent, Fidelitys FBTC. Im dritten Quartal zog IBIT rund 5,1 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) an Nettozuflüssen an und machte damit den Großteil der 6,3 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) aus, die US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zusammen in diesem Zeitraum einsammelten.
Diese Position macht BlackRock zu einem der wichtigsten Akteure bei der institutionellen Nachfrage nach Bitcoin. Das Unternehmen meldete außerdem 39 Millionen Dollar (34,8 Millionen Euro) an Quartalserlösen aus Gebühren und Wertpapierleihe auf seine digitalen Asset-Produkte, nannte aber keine separaten Zahlen für den Bitcoin-Fonds selbst. Das passt zum breiteren Marktbild: Auch Bitcoin-ETF-Anleger nahmen zuletzt bei Breakeven Gewinne mit, was zeigt, wie schnell sich die Geldströme in diesem Markt drehen können.
Relevant für europäische Anleger
Für europäische Kryptonutzer zeigt das, wie stark die Nachfrage nach Bitcoin über regulierte Anlageinstrumente nach einer schwachen Marktphase zurückkommen kann. Die Zahlen unterstreichen auch, dass große Vermögensverwalter wie BlackRock zunehmend eine feste Rolle beim Zugang zu Bitcoin für professionelle und private Anleger spielen. Das könnte für die breitere Debatte darüber relevant sein, wie Krypto und traditionelle Märkte weiter ineinandergreifen.