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Brent Kovar in 24-Millionen-Dollar-Krypto-Ponzi verurteilt

Der Fall rund um Profit Connect dreht sich um feste Renditen, KI-Versprechen und Geldflüsse, die laut SEC vor allem aus neuen Einzahlungen stammten.

Brent Kovar in 24-Millionen-Dollar-Krypto-Ponzi verurteilt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Brent Kovar wurde für schuldig befunden, ein Krypto-Ponzi geleitet zu haben, das mindestens 400 Anlegern 24 Millionen Dollar schadete.
  • Im Mittelpunkt stand Profit Connect, das laut Justiz falsche Angaben zu KI, Mining und festen Renditen von 20% bis 30% pro Jahr gemacht haben soll.
  • Nach Angaben der Behörden wurden neue Einzahlungen für Auszahlungen an andere Anleger und für private Ausgaben verwendet, während das Strafmaß später in diesem Jahr festgelegt wird.

Brent Kovar, ein Geschäftsmann aus Las Vegas, wurde für schuldig befunden, ein Krypto-Ponzi betrieben zu haben, das mindestens 400 Anlegern um 24 Millionen Dollar (20,6 Millionen Euro) geschadet haben soll. Die US-Justiz in Nevada teilte am Montag mit, dass die Jury ihn nach einem neuntägigen Prozess in 11 Anklagepunkten wegen Wire Fraud, in zwei wegen Mail Fraud und in zwei wegen Money Laundering für schuldig befand.

Fall rund um Profit Connect

Die Verurteilung dreht sich um Profit Connect, das Krypto-Unternehmen, mit dem Kovar und seine Mutter Joy Kovar 2021 bereits ins Visier der SEC gerieten. Damals erklärte die Aufsichtsbehörde, sie hätten mehr als 12 Millionen Dollar (10,3 Millionen Euro) von mindestens 277 Anlegern eingesammelt, indem sie vorgaben, das Unternehmen verdiene Geld mit Forex, Aktien und anderen Anlagen neben Blockchain-Mining.

Laut der Anklage zeichneten die Kovars das Bild eines KI-Supercomputers, der feste Renditen von 20% bis 30% pro Jahr mit monatlichem Zinseszinseffekt liefern könne. In der Praxis soll ein großer Teil des Geldes neuer Investoren für Auszahlungen an andere Anleger und für private Ausgaben verwendet worden sein, darunter Geld auf dem persönlichen Konto von Joy Kovar.

Mehr als nur Rendite

Der Fall zeigt, wie schnell Krypto, KI und große Versprechen zusammen eingesetzt werden können, um Vertrauen zu schaffen. Profit Connect präsentierte sich als profitabel, mit Hunderten Millionen Dollar an Krypto-Reserven und einer 100%-Geld-zurück-Garantie, doch nach Angaben der Behörden stammten mehr als 90% der Mittel gerade von den Anlegern selbst.

Im November 2025 ging der Receiver von Profit Connect bereits gegen 20 Promoter vor Gericht, die nach seiner Darstellung von dem Betrug profitiert hatten. Das passt zu einem breiteren Versuch, Geld für geschädigte Anleger zurückzuholen, während das Strafmaß für Kovar später in diesem Jahr noch folgt.

Was das für Anleger bedeutet

Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem eine Erinnerung daran, dass Aussagen über feste Renditen und KI-getriebene Gewinnmodelle besonders kritisch geprüft werden sollten. Auch im Kryptomarkt drehen sich Betrugsfälle oft um dieselben Muster: große Versprechen, wenig Transparenz und Geldflüsse, die nicht zu der Geschichte passen, die Anlegern erzählt wird.


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