Cardano-Spin-off Veridian tokenisiert Aktien on-chain
Veridian ist jetzt ein eigenständiges Schweizer Unternehmen und nutzt Cardanos CIP-0113 für tokenisierte Aktien. Der Fall verbindet digitale Identität mit regulierten Assets und Compliance.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die Cardano Foundation hat Veridian in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert und die Aktien on-chain auf der Cardano-Chain tokenisiert.
- Damit erhält Cardano die erste Live-Anwendung von CIP-0113, dem programmierbaren Token-Standard für Regeln rund um Tokens.
- Veridian entwickelt Identitätssoftware für Behörden, Unternehmen und KI-Agenten und will 2027 strategische Investoren anziehen.
Die Cardano Foundation hat Veridian, das Projekt für digitale Identität, in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert und die Aktien dieses Unternehmens on-chain auf der Cardano-Chain tokenisiert. Damit bekommt Cardano erstmals ein Live-Beispiel für seinen neuen programmierbaren Token-Standard CIP-0113, der Regeln direkt mit Tokens verknüpfen kann.
Veridian wird eigenständig
Veridian hat seinen Sitz in der Schweiz und will Tools entwickeln, mit denen Behörden, Unternehmen und KI-Agenten ihre Identität und Online-Aktivitäten nachweisen können. Das Unternehmen steht unter der Leitung von Thomas A. Mayfield, der zuvor bei der Cardano Foundation an dezentralen Trust- und Identitätslösungen gearbeitet hat.
Laut der Foundation will Veridian 2027 strategische Investoren anziehen. Frederik Gregaard, CEO der Cardano Foundation und Vorsitzender von Veridian, sagte, dass das Unternehmen 1 Million Aktien hat und der größte Teil davon bereits tokenisiert ist.
CIP-0113 erhält eine erste Anwendung
CIP-0113 ist für Emittenten gedacht, die Bedingungen an einen Token knüpfen wollen, etwa dazu, wer ihn erhalten darf und, falls nötig, ob er eingefroren, beschlagnahmt oder übertragen werden kann. Damit ist der Standard vor allem für regulierte Produkte wie Stablecoins, Fonds und tokenisierte Wertpapiere relevant, bei denen Identität und Compliance eine große Rolle spielen.
Veridian zeigt nun, wie das in der Praxis mit tokenisierten Aktien funktionieren kann. Gregaard bezeichnete das als ersten operativen Fall für Aktien auf Cardano, statt nur als theoretisches Beispiel.
Auch der neue Token-Standard für regulierte Assets passt in dieselbe Richtung: Cardano will Emittenten mehr Kontrolle über Identität, Übertragbarkeit und die Einhaltung von Regeln geben.
Identität und KI wachsen zusammen
Die Identitätsschicht hinter Veridian nutzt offene Standards wie KERI und ACDC, um digitale Nachweise auszugeben. Diese sollen Menschen, Unternehmen und Software-Agenten dabei helfen, ihre Identität oder Berechtigung nachzuweisen, ohne dass eine zentrale Datenbank alle Daten verwaltet.
Die Cardano Foundation teilte außerdem mit, dass die Veridian Wallet live für iOS und Android ist und dass das Projekt die Anforderungen Utahs an digitale Identität abgebildet hat. Utah führte im Mai mit SB 275 sein State Endorsed Digital Identity Program ein.
Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass Cardano damit zeigt, wie Blockchain, Identität und regulierte Assets näher zusammenrücken. Die Kombination aus tokenisierten Aktien und verifizierbarer Identität könnte für Akteure wichtig sein, die mit Compliance, Zugang und Übertragbarkeit digitaler Assets arbeiten.