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Cardano-Whales kaufen ADA, während die Netzwerkaktivität nachlässt

Große ADA-Halter bauen Positionen auf, während Transaktionen und die Smart-Contract-Aktivität auf Cardano gleichzeitig zurückgehen. Im Fokus stehen die geplanten Leios- und Rossem-Upgrades sowie die laufende Governance-Abstimmung.

Cardano-Whales kaufen ADA, während die Netzwerkaktivität nachlässt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cardano-Whales haben Ende Juni ihren ADA-Bestand ausgebaut, obwohl der Token bei rund $0,15 gehandelt wurde und auf Wochen- wie Monatsbasis unter Druck stand.
  • Tägliche Transaktionen, Smart-Contract-Aktivität und Gebühren sind auf den niedrigsten Stand seit Wochen gefallen, was auf eine schwächere Nutzung des Netzwerks hindeutet.
  • Zwei geplante Upgrades, Ouroboros Leios und Rossem, sollen Kapazität und Smart-Contract-Kosten verbessern, stehen aber noch vor der Umsetzung.

Cardano-Whales haben Ende Juni weiter ADA eingesammelt, während die Aktivität auf der Blockchain gleichzeitig nachgelassen hat. Große Wallets haben ihren Anteil am Angebot erhöht, doch Transaktionen, Smart-Contract-Nutzung und Gebühren sind auf den tiefsten Stand seit Wochen gefallen. Der Gegensatz fällt in eine Phase, in der das Netzwerk mehrere Upgrades vorbereitet und ADA nahe mehrjähriger Tiefststände gehandelt wird.

Whales bauen ADA auf

ADA notierte am 29. Juni bei rund $0,15 (€0,13), lag damit etwa 8 % unter dem Wert der Vorwoche und rund 38 % unter dem Niveau der vergangenen 30 Tage. Damit rangiert der Token auf Platz 21 nach Marktwert und kommt auf eine geschätzte Bewertung von etwa $5,4 Milliarden (€4,7 Milliarden).

Santiment-Daten zeigen, dass Wallets mit 10 Millionen bis 100 Millionen ADA ihren Anteil am Angebot von 37,66 % am 25. Juni auf 38,13 % erhöht haben. Auch weitere On-Chain-Daten deuten auf verstärkte Bewegungen großer Halter hin: Outputs über 1 Million ADA erreichten am 21. Juni und erneut am 24. Juni einen Höchststand, als auch die Zahl der unterschiedlichen großen Wallets ein 45-Tage-Hoch markierte. Solche Zuflüsse können allerdings auch interne Umbuchungen oder Transfers zu Börsen widerspiegeln. Sie zeigen daher vor allem Positionierung und nicht zwingend unmittelbaren Kaufdruck.

Nutzung von Cardano geht zurück

Das Bild bei der allgemeinen Netzwerknutzung fällt dagegen deutlich schwächer aus. Die Zahl der täglichen Transaktionen sank am 28. Juni auf rund 17.400 und lag damit nahe dem Tief der vergangenen 45 Tage. Auch die Smart-Contract-Transaktionen gingen an diesem Tag auf etwa 4.250 zurück, während der Anteil der Transaktionen mit Smart-Contract-Bezug auf ungefähr 24 % fiel.

Parallel dazu gaben auch die Gebühren nach und lagen bei rund 5.100 ADA, nachdem sie im Juni zeitweise etwa 23.000 ADA erreicht hatten. Für den Markt ist das relevant, weil die aktuelle Ansammlung durch Whales nicht von einer höheren Nutzeraktivität begleitet wird. Die Lücke zwischen großen Wallets und der täglichen Nutzung bleibt damit auffällig groß.

Upgrade-Pläne halten die Aufmerksamkeit hoch

Das Interesse großer Halter fällt in eine Phase mit zwei geplanten Upgrades. Ouroboros Leios soll Transaktionen parallel statt in einem einzigen Batch verarbeiten und die Kapazität von derzeit etwa 10 Transaktionen pro Sekunde in Richtung 1.000 skalieren. Eine Testversion namens Musashi Dojo wurde am 23. Juni für Entwickler freigeschaltet, während der Start im Mainnet für etwa November 2026 vorgesehen ist.

Das zweite Upgrade ist Rossem, auch bekannt als Protocol Version 11. Es soll die Kostenregeln für Smart Contracts anpassen und damit die Nutzung günstiger machen. Gleichzeitig sind Verbesserungen bei der Plutus-Performance, der Ledger-Konsistenz und der Node-Sicherheit vorgesehen, ohne dass Cardano in eine neue Era übergeht. Die Governance-Abstimmung läuft seit dem 13. Juni und endet am 18. Juli. Für die Ratifizierung ist die Unterstützung von mindestens 85 % der Stake Pools auf Basis des aktiven Stakes erforderlich.

Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem deshalb interessant, weil Cardano zeigt, dass Preisentwicklung, Netzwerknutzung und Governance nicht immer synchron verlaufen. Sollten die Upgrades später in diesem Jahr oder 2026 tatsächlich mehr Kapazität und niedrigere Kosten bringen, könnte das die Diskussion um ADA wieder beleben. Bis dahin richtet sich der Blick des Marktes vor allem auf die Differenz zwischen den angekündigten Verbesserungen und der tatsächlichen Nutzung.


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