Finst

Cathie Wood sieht stärkeren Dollar, Bitcoin unter Druck

ARK-Chefin Cathie Wood verweist auf einen breiteren Dollarindex, der seit Jahren steigt. Das könnte die Fed, Gold und Bitcoin erneut unter Druck setzen.

Cathie Wood sieht stärkeren Dollar, Bitcoin unter Druck

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cathie Wood erwartet, dass der US-Dollar in den kommenden Jahren stärker wird, als viele Anleger denken.
  • Ein stärkerer Dollar könnte Gold und Bitcoin unter Druck setzen und die finanziellen Bedingungen straffen.
  • Bitcoin stieg im September um 6,14 %, obwohl der DXY zulegte, während Gold von 5.602 Dollar auf etwa 4.140 Dollar fiel.

ARK Invest-Chefin Cathie Wood warnt davor, dass der US-Dollar in den kommenden Jahren deutlich stärker werden könnte, als viele Anleger denken. Ihr zufolge könnte das Gold unter Druck setzen, die Position in Anleihen verändern und den jüngsten schnellen Anstieg von Bitcoin auf die Probe stellen.

Anderer Dollar als der DXY

Wood sagt, dass viele Händler vor allem auf den US-Dollar-Index, kurz DXY, schauen. Er misst den Dollar gegenüber sechs großen Währungen, doch laut ARK ist dieses Bild veraltet. Der breitere Index der Federal Reserve erfasst 26 Länder und wird jedes Jahr neu gewichtet.

Nach dieser Messgröße ist der Dollar seit August 2008 um 36 % gestiegen und liegt inzwischen 44 % über dem langfristigen Durchschnitt, sagt Wood. Ihrer Ansicht nach war der Dollar gegenüber den Währungen der Handelspartner also keineswegs schwach.

Zinsen und Politik bleiben entscheidend

Wood verknüpft ihre Einschätzung mit steuerlichen Anreizen, die Unternehmen dazu bewegen sollen, wieder in US-Fabriken und Rechenzentren zu investieren. Außerdem erwartet sie, dass Fed-Chef Kevin Warsh eine straffe Geldpolitik beibehalten wird. Das passt ihrer Ansicht nach zu einem Umfeld, in dem der Dollar weiter zulegen könnte.

Der breitere Kontext ist für Krypto wichtig, weil ein stärkerer Dollar die finanziellen Bedingungen verschärfen kann. Das könnte für Käufer außerhalb der USA sowohl Gold als auch Bitcoin teurer machen, während alternative Anlagen weniger attraktiv werden. Die Federal Reserve spielt dabei weiterhin eine Schlüsselrolle, weil Zinserhöhungen und die Aussicht auf eine straffere Politik oft direkt auf den Dollar durchschlagen.

Bitcoin und Gold als Test

Für Bitcoin ist das besonders relevant. Historisch hat sich BTC oft schwergetan, wenn der Dollar stärker wird, doch im September stieg die Kryptowährung um 6,14 %, während auch der DXY zulegte. Das macht die aktuelle Phase für Anleger interessant, die sehen wollen, ob sich Bitcoin anders verhält als in früheren Dollarzyklen.

Gold ist nach Ansicht von Wood ein noch größerer Test für ihre These. Der Goldpreis ist bereits vom Rekord bei 5.602 Dollar (4.990 Euro) im Januar auf etwa 4.140 Dollar (3.690 Euro) gefallen. Morgan-Stanley-Analystin Amy Gower sieht 4.000 Dollar (3.560 Euro) weiterhin als wichtiges Unterstützungsniveau, auch wegen der Käufe von Zentralbanken. Wenn der Dollar weiter anzieht, könnte das den Vergleich zwischen Gold und Bitcoin erneut schärfer machen.

Auch die Reaktion von Bitcoin auf makroökonomische Daten bleibt dabei wichtig. Schwache US-Arbeitsmarktdaten haben zuletzt gezeigt, wie schnell sich die Kryptowährung bewegen kann, wenn der Markt die Zinserwartungen neu bewertet.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.