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CFTC warnt Prediction Markets vor Belohnungsprogrammen

Die Aufsicht befürchtet, dass unklare Anreize Wash Trading und andere Marktmissbrauchsrisiken erhöhen, gerade jetzt, da Plattformen wie Kalshi und Polymarket wachsen.

CFTC warnt Prediction Markets vor Belohnungsprogrammen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die CFTC warnt Prediction Markets davor, dass Belohnungsprogramme für Trader und Market Maker oft fehlerhaft eingereicht werden.
  • Nach Ansicht der Aufsicht können solche Programme zu Compliance-Problemen, Wash Trading und abgestimmten Transaktionen führen.
  • Die Warnung passt zu einer strengeren Aufsicht über Prediction Markets, darunter neue Regeln, Advisories und Kontrollen bei Vertragszertifizierungen.

Die amerikanische Derivateaufsicht CFTC hat Prediction Markets davor gewarnt, dass ihre Belohnungsprogramme für große Trader und Market Maker immer häufiger fehlerhaft eingereicht werden. Nach Ansicht der Aufsicht können diese Programme nicht nur Compliance-Probleme verursachen, sondern auch Raum für Marktmissbrauch wie Wash Trading und abgestimmte Transaktionen schaffen.

Fehlerhafte Einreichungen

Die CFTC sagt, sie sehe einen Anstieg bei Einreichungen rund um Incentiveprogramme, diese würden aber oft prozedural oder inhaltlich nicht ausreichen. Dadurch kann die Aufsicht schlechter beurteilen, ob eine Plattform Anleger und Teilnehmer ausreichend über die Bedingungen informiert und ob das Programm überhaupt den Regeln entspricht.

Die Warnung betrifft einen Sektor, der gerade versucht, mehr Liquidität und Handelsvolumen anzuziehen. Prediction Markets arbeiten mit Event Contracts und stehen als Designated Contract Markets unter Aufsicht, weshalb die Art und Weise, wie Belohnungen gestaltet werden, direkt relevant dafür ist, ob der Markt geordnet funktioniert.

Risiko von Marktmissbrauch

Nach Angaben der CFTC können Belohnungen für hohe Handelsvolumina Trader dazu verleiten, nur zu handeln, um eine Schwelle zu erreichen. Das erhöht nach Einschätzung der Aufsicht das Risiko von Wash Trading, abgestimmten Transaktionen und anderen betrügerischen, manipulativen oder störenden Handelspraktiken.

Auch Market-Maker-Programme stehen unter besonderer Beobachtung. Die Regulierungsbehörde warnt, dass Konstruktionen mit Stipends, Rebates oder Garantien auf das Nettoergebnis Verluste auf eine Weise abfedern können, die unerwünschtes Verhalten sogar fördert. Für Plattformen wie Kalshi und Polymarket ist das relevant, weil die CFTC den Sektor gleichzeitig mit neuen Regeln und Advisories begleiten will. In einem jüngsten Konflikt rund um Kalshi ging es ebenfalls um die Frage, wie weit die Aufsicht in den Handel selbst eingreifen kann, nachdem die CFTC einen Streit über Trades eskalieren ließ.

Strengere Aufsicht in den USA

Die Warnung passt zu einer breiteren Linie der aktiven Beteiligung der CFTC an Prediction Markets. Die Aufsicht führte zuvor auch juristische Auseinandersetzungen, um ihre Zuständigkeit gegenüber Bundesstaaten zu verteidigen, die diese Plattformen als Verstoß gegen lokale Glücksspielregeln einstufen. Im Juni lag bereits der erste Entwurf einer Regel für Prediction Markets vor, und im vergangenen Monat verwies die CFTC erneut auf die Bedeutung korrekter Vertragszertifizierungen.

Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie schnell Event Contracts und andere kryptoähnliche Handelsprodukte unter strengere Aufsicht geraten können, sobald die Volumina wachsen. Der US-Ansatz kann damit auch ein Referenzpunkt dafür sein, wie Aufseher anderswo auf Marktstruktur, Anreize und Compliance schauen.


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