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Coinbase und Circle verlängern USDC-Deal, Fed im Fokus

Die Verlängerung der Revenue-Sharing-Vereinbarung rund um USDC hält Coinbase und Circle im Blick, während der Markt auch auf FOMC-Minutes und Inflation mit Blick auf die Fed-Politik achtet.

Coinbase und Circle verlängern USDC-Deal, Fed im Fokus

Wichtigste Erkenntnisse

  • Coinbase und Circle verlängern am 18. August ihre USDC-Revenue-Sharing-Vereinbarung um drei Jahre.
  • Die FOMC-Minutes und neue Inflationsdaten könnten Klarheit über mögliche zusätzliche Zinserhöhungen durch die Federal Reserve bringen.
  • Am 23. August tritt in der EU ein Verbot für Transaktionen mit 14 genannten Crypto-Asset-Service-Plattformen in Kraft.

Coinbase und Circle gehen diese Woche in eine neue dreijährige Verlängerungsphase ihrer USDC-Zusammenarbeit, während der Kryptomarkt zugleich auf die FOMC-Minutes und neue Inflationsdaten blickt. Für Anleger geht es also nicht nur um Stablecoin-Einnahmen und Plattformvereinbarungen, sondern auch um die Frage, ob die Federal Reserve noch Spielraum für zusätzliche Zinserhöhungen sieht.

USDC-Deal erhält neue Laufzeit

Am 18. August tritt die Revenue-Sharing-Vereinbarung zwischen Coinbase und Circle in eine neue dreijährige Verlängerung ein. Diese Vereinbarung legt fest, wie die Einnahmen aus den USDC-Reserven verteilt werden, und ist seit Langem ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Beziehung zwischen beiden Unternehmen.

Die Konstruktion wurde im Laufe der Jahre angepasst. Coinbase erhielt zunächst sämtliche Zinserträge aus USDC, das auf seiner eigenen Plattform gehalten wurde, während Circle dieselben Erträge für USDC auf seiner eigenen Plattform behielt. Die verbleibenden Reserve-Einnahmen wurden anschließend 50/50 aufgeteilt. Nach dem Hintergrund dieser Struktur sollte Coinbase dazu angeregt werden, USDC breiter zu verteilen, damit die Adoption des Stablecoins wachsen konnte.

Im August 2023 lösten Circle und Coinbase außerdem das Centre Consortium auf, die gemeinsame Governance-Struktur rund um USDC. Circle übernahm danach die vollständige Verantwortung für die Ausgabe und Governance des Stablecoins, während Coinbase eine Minderheitsbeteiligung an Circle erhielt.

Fed und Inflation bestimmen die Stimmung

Der Makro-Kalender ist diese Woche mindestens genauso wichtig. Am Mittwoch werden die FOMC-Minutes veröffentlicht, die mehr Klarheit über die Diskussion innerhalb der Fed über mögliche zusätzliche Zinserhöhungen bringen könnten. Adam Posen vom Peterson Institute for International Economics schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 25 Prozent und erwartet den ersten Schritt erst im Dezember.

Auch Inflations- und Arbeitsmarktdaten stehen auf dem Radar, unter anderem aus Kanada, dem Vereinigten Königreich, der Eurozone und den USA. Höhere Zinsen machen risikoreiche Anlagen wie Krypto weniger attraktiv, weshalb jeder Hinweis auf den Zinskurs schnell auf die Marktstimmung durchschlagen kann.

Geopolitische Entwicklungen bleiben zudem relevant, auch weil sie die Erwartungen an die Volatilität und den Ölpreis beeinflussen können. Für den Kryptomarkt ist das vor allem deshalb wichtig, weil die breitere Risikobereitschaft oft schnell kippt, wenn sich Energiepreise oder Zinserwartungen bewegen.

EU-Frist für Plattformen

Zum Ende der Woche folgt noch ein klarer regulatorischer Meilenstein: Am 23. August wird das Verbot von Transaktionen mit 14 genannten Crypto-Asset-Service-Plattformen in der EU wirksam. Für europäische Anbieter bedeutet das, dass sie ihre Prozesse rechtzeitig angepasst haben müssen, was erneut zeigt, wie schnell Compliance in Krypto zu einer operativen Frage wird.

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass in dieser Woche mehrere Ebenen gleichzeitig zusammenkommen: Stablecoin-Strukturen, Geldpolitik und europäische Durchsetzung. Das macht den Zeitraum interessant für alle, die den Markt nicht nur über den Preis, sondern auch über Infrastruktur und Regulierung verfolgen.


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