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Coinbase baut mit Derivaten und KI aus, um weniger von Handelsgebühren abhängig zu sein

Coinbase erweitert sein Angebot um Derivate, Stablecoin-Zahlungen und KI, um weniger auf Handelsgebühren angewiesen zu sein. Die neue Strategie soll die Einnahmen stabiler machen.

Coinbase baut mit Derivaten und KI aus, um weniger von Handelsgebühren abhängig zu sein

Wichtigste Erkenntnisse

  • Coinbase erweitert sich um Derivate, tokenisierte Aktien, Stablecoin-Zahlungen, Kredite und KI-Anwendungen, um weniger von Handelsgebühren abhängig zu werden.
  • Analysten sehen Derivate und Stablecoin-Infrastruktur als wichtige Schritte hin zu stabileren und wiederkehrenden Einnahmen.
  • Coinbase arbeitet an KI-Tools, die Handels- und Zahlungssysteme verbinden, während die neuen Produkte bisher nur wenig direkte finanzielle Wirkung haben.

Coinbase setzt mit neuen Produkten auf ein breiteres Finanzangebot und will damit weniger von den Schwankungen bei den Krypto-Trading-Gebühren abhängen. Beim System-Update-Event in New York stellte das Kryptounternehmen eine Reihe von Neuerungen vor, darunter Derivate, tokenisierte Aktien, Stablecoin-Zahlungen, Kredite und Anwendungen mit künstlicher Intelligenz.

Fokus auf Derivate und stabile Einnahmen

Analysten sehen vor allem den Ausbau bei Derivaten als wichtigen Schritt. Mit Optionen und Perpetual Futures deckt Coinbase den größten Teil der weltweiten Krypto-Trading-Volumina ab, die zu etwa 80% aus Derivaten bestehen. Mit dem Aufbau eines globalen Liquiditätspools will die Plattform den Handel über verschiedene Märkte und Anlageklassen hinweg verbinden. Diese Entwicklung könnte eine stabilere und womöglich nachhaltigere Quelle für Transaktionsgebühren schaffen als das klassische Spot-Trading.

Außerdem gewinnen Stablecoins und Zahlungsinfrastruktur weiter an Bedeutung. Coinbase investiert in Tools, mit denen Unternehmen Stablecoin-Zahlungen integrieren können, was wiederkehrende Einnahmen bringt, die weniger anfällig für die Volatilität am Kryptomarkt sind. Dieser Fokus passt zur breiteren Strategie, mehrere Finanzdienstleistungen auf einer Plattform zu bündeln.

Innovation mit künstlicher Intelligenz und Blick nach vorn

Eine auffällige neue Richtung ist die Integration von KI, wobei Coinbase an Tools arbeitet, die KI-Agenten mit Handels- und Zahlungssystemen verbinden. Das passt zur Vorstellung des Managements, das Unternehmen zum "finanziellen Konto für KI" zu machen. Auch wenn diese Initiativen noch in einem frühen Stadium sind, erweitern sie die künftigen Wachstumsmöglichkeiten der Plattform.

Auch wenn die neuen Produkte kurzfristig wahrscheinlich noch keinen großen Einfluss auf die Finanzergebnisse haben dürften, zeigen sie, dass Coinbase seine Einnahmebasis verbreitert und neue Wachstumspfade aufbaut. Das ist besonders relevant, weil sich der Kryptomarkt und die Bitcoin-Preise derzeit relativ ruhig entwickeln. Die Coinbase-Aktie legte zunächst um etwa 2% zu, schloss dann aber im Minus und liegt in diesem Jahr rund 26% unter dem Niveau von Anfang 2026.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Die Entwicklungen bei Coinbase könnten auch für europäische Nutzer relevant sein, weil der Ausbau bei Derivaten und Stablecoin-Zahlungen auf einen Trend hindeutet, bei dem Krypto-Börsen zu multifunktionalen Finanzplattformen werden. Das könnte die Nutzung von Krypto in breiteren Finanzanwendungen vorantreiben und neue Möglichkeiten für europäische Unternehmen und Verbraucher schaffen, die integrierte Krypto-Lösungen für ihre Finanzaktivitäten suchen. Auch andere große Börsen gehen in diese Richtung: Krypto-Börsen erweitern sich um Aktien und Rohstoffe, um Nutzer und Kapital länger auf ihrer Plattform zu halten.


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