Coinbase erhält grünes Licht für globale Krypto-Perpetual-Futures in den USA
Coinbase darf US-Kunden jetzt regulierten Zugang zu globalen Krypto-Perpetuals geben. Was bedeutet das für den Derivatemarkt und den Wettbewerb?

Wichtigste Erkenntnisse
- Coinbase erhält als erste regulierte US-Kryptobörse die Erlaubnis für globale Krypto-Perpetual-Futures für US-Händler.
- Die CFTC hat am 29. Mai einen No-Action Letter ausgestellt, wodurch Coinbase über Deribit Zugang zu Perpetual Contracts und Optionen anbieten kann.
- Die Genehmigung könnte den US-Markt für Krypto-Derivate weiter öffnen und ist auch für europäische und niederländische Anleger relevant.
Coinbase hat als erste regulierte US-amerikanische Kryptobörse die Erlaubnis bekommen, globale Krypto-Perpetual-Futures für US-Händler anzubieten. Dieser Meilenstein wurde nach Jahren stiller regulatorischer Vorbereitung erreicht und Anfang Juni von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) offiziell bestätigt.
Genehmigung und Zusammenarbeit mit Deribit
Die CFTC hat am 29. Mai einen No-Action Letter ausgestellt, der Coinbase erlaubt, US-Kunden über Deribit Zugang zu Perpetual Contracts zu geben, der in Dubai ansässigen Plattform, die Coinbase im vergangenen Jahr übernommen hat. Mit diesem Schritt wird Coinbase Financial Markets zur ersten US-Partei, die compliant Zugang zu diesen beliebten Derivateprodukten bietet. Die Genehmigung gilt sowohl für Perpetual Futures als auch für Optionen, zwei Kategorien, die zusammen rund 80% des weltweiten Krypto-Handelsvolumens ausmachen.
Die Zusammenarbeit mit Deribit ist entscheidend, da die Plattform weltweit als größte Exchange für Krypto-Optionen gilt. Die Integration von Coinbases internationaler Börse mit Deribit, die für August 2026 geplant ist, soll ein breites Angebot an Optionen, Perpetuals, Futures und Spot Trading ermöglichen, mit besserer Liquidität und höherer Kapitaleffizienz.
Auswirkungen auf den US-Kryptomarkt und die Regulierung
Die schnelle Reaktion der CFTC, die innerhalb eines Tages auf Coinbases Antrag reagierte und einen detaillierten Rahmen veröffentlichte, markiert eine wichtige Entwicklung bei der Regulierung von Krypto-Derivaten in den Vereinigten Staaten. Das könnte die Tür für mehr institutionelle Beteiligung und eine reifere Marktstruktur öffnen.
Coinbase-CEO Brian Armstrong betonte, dass diese Genehmigung nicht nur eine Produktinnovation ist, sondern auch ein Impuls für die US-Kryptoindustrie. Er verwies auf die Erweiterung von Coinbases Büro in Charlotte, North Carolina, als Beispiel für wachsende Beschäftigung in den USA. Laut Armstrong sorgen klare Regeln für mehr Vertrauen und machen es für Unternehmen einfacher, in den USA zu bauen, was möglicherweise zu mehr Jobs führt.
Relevanz für europäische und niederländische Krypto-Anleger
Für europäische und niederländische Krypto-Anleger ist diese Entwicklung interessant, weil sie den US-Markt weiter für fortgeschrittene Krypto-Derivate öffnet. Der Zugang zu regulierten globalen Perpetual Futures kann zu mehr Transparenz und Liquidität führen, was sich auch auf internationale Handelsströme und die Preisbildung auswirken könnte. Außerdem könnte die fortschreitende Regulierung in den USA als Vorbild für europäische Aufsichtsbehörden dienen, die an klareren Rahmenbedingungen für Krypto-Derivate arbeiten.
In den kommenden Monaten wird spannend sein, welche konkreten Perpetual Contracts Coinbase US-Kunden zuerst anbieten wird und wie die Konkurrenz darauf reagiert. Der First-Mover-Vorteil von Coinbase könnte die Wettbewerbsdynamik im Markt für Krypto-Derivate deutlich beeinflussen.