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Ethereum warnt vor Testangriff auf Glamsterdam

Auf Sepolia kann ein Angreifer mit gratis Test-ETH die Block-Auktionen stören. Der Test ist entscheidend für Glamsterdam, während Client-Teams bis zum 29. September Software liefern müssen.

Ethereum warnt vor Testangriff auf Glamsterdam

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ethereum-Entwickler warnen, dass der Glamsterdam-Test auf Sepolia durch einen Angreifer mit gratis Test-Ether und Fake-Buildern gestört werden könnte.
  • Ein solcher Angreifer kann wiederholt Block-Auktionen gewinnen und anschließend die Freigabe der Transaktionen verweigern, was den Test des Upgrades untergräbt.
  • Entwickler haben bis zum 29. September Zeit, Sepolia-fähige Software zu veröffentlichen; der nächste öffentliche Test auf Hoodi ist für den 27. Oktober geplant.

Ethereum-Entwickler warnen, dass der bevorstehende Glamsterdam-Test auf Sepolia durch einen Angreifer mit gratis Test-Ether und mehreren Fake-Buildern gestört werden könnte. Nach Angaben der Entwickler kann so jemand wiederholt die Block-Auktionen gewinnen und danach die Transaktionen nicht ausliefern. Das betrifft nicht die Mainnet-Gelder, wohl aber den Test, der nötig ist, um das Upgrade sauber auszurollen.

Was auf Sepolia schiefgehen kann

Glamsterdam verlagert das Verhältnis zwischen Validatoren und spezialisierten Block-Buildern in das Protokoll von Ethereum selbst. Builder stellen Transaktionen zusammen und bieten darauf, woraufhin ein Validator das siegreiche Gebot akzeptiert. Danach soll der Builder die zugrunde liegenden Transaktionen freigeben.

In einem kostenlosen Testnet ist das laut den Entwicklern leicht auszunutzen. Eine böswillige Partei kann extrem hohe Gebote abgeben, immer wieder gewinnen und anschließend die Payload zurückhalten. Ethereum-Consensus-Entwickler Potuz sagte während des Core-Developer-Calls, dass er einfach tausend Builder aufsetzen, sie rotieren und immer wieder hohe Gebote abgeben könne, ohne Payloads zu liefern.

Warum Entwickler besonders aufmerksam sind

Die Warnung kam einen Tag, nachdem eine große private Generalprobe den Übergang zu Glamsterdam abgeschlossen und das Block-Gas-Limit in Richtung 200 Millionen angehoben hatte, ohne dass die Finalität verloren ging. Gleichzeitig haben Client-Teams bis zum 29. September Zeit, Sepolia-fähige Software zu veröffentlichen. Damit bleiben sieben Tage bis zum Fork, also etwa die Hälfte der üblichen 14 Tage für Security-Reviews und Bug-Bounty-Tests.

Die Entwickler akzeptierten dieses kürzere Zeitfenster, weil Sepolia relativ zentralisiert ist und sich leichter wiederherstellen lässt, falls etwas schiefgeht. Außerdem ist die Buildersoftware von Titan und Ultrasound noch nicht durch eine Glamsterdam-Fork-Transition gegangen, sodass vor dem Upgrade noch eine zusätzliche Lücke besteht, bevor es wirklich als mainnet-fähig gelten kann.

Was das für Ethereum bedeutet

Die Warnung zeigt, dass es in der Testphase von Glamsterdam nicht nur um Geschwindigkeit oder Kapazität geht, sondern auch um praktische Sicherheit. Die Ethereum Foundation hat zudem bereits gewarnt, dass einige Tools möglicherweise nicht mehr richtig funktionieren, während sich das Netzwerk in Richtung Glamsterdam bewegt, und ruft Entwickler dazu auf, Software auf Platåberget zu testen. Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil solche Testnet-Probleme oft mitbestimmen, wie reibungslos ein großes Upgrade später auf dem Mainnet verlaufen kann.

Der nächste öffentliche Test auf Hoodi ist vorläufig für den 27. Oktober geplant. Entwickler entscheiden nach dem Sepolia-Test, ob dieser Termin bestehen bleibt, während eine Mainnet-Aktivierung noch nicht angesetzt ist.


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