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Nostra pausiert Money Market nach Oracle-Exploit auf Starknet

Die Lending-App auf Starknet setzt Lending und Withdrawals aus, während das Team den Schaden pro Asset untersucht. Bereits Anfang des Monats war auch Vesu von einem Oracle-bezogenen Vorfall betroffen.

Nostra pausiert Money Market nach Oracle-Exploit auf Starknet

Wichtigste Erkenntnisse

  • Nostra hat seinen Money Market nach einem Oracle-Exploit auf Starknet pausiert, bei dem ein Konto mit NSTR-Collateral rund 3,5 Millionen US-Dollar leihen konnte.
  • Lending, Borrowing, Withdrawals und Liquidations sind vorübergehend deaktiviert, während das Team den Schaden pro Asset untersucht; eine Rückforderung ist noch ungewiss.
  • Die Total Value Locked sank von etwa 4 Millionen US-Dollar auf rund 710.632 US-Dollar, und Nostra warnte außerdem vor Fake-Influencern und Phishing.

Das Starknet-Lendingprotokoll Nostra hat seinen Money Market am Donnerstag pausiert, nachdem ein manipuliertes Preis-Oracle einem Konto ermöglicht hatte, rund 3,5 Millionen US-Dollar (3 Millionen Euro) gegen NSTR-Collateral zu leihen. Lending, Borrowing, Withdrawals und Liquidations sind vorerst nicht verfügbar, während das Team den Schaden je Asset rekonstruiert. Ob und wie viel zurückgeholt werden kann, ist noch unklar.

Was schiefgelaufen ist

Den verfügbaren Daten zufolge nutzte das Konto NSTR als Sicherheit und zog dagegen Ethereum, Starknet, USDC, USDT, Wrapped Bitcoin und DAIv1 aus dem Protokoll ab. Der Beutezug lag damit etwa sechsmal über dem Marktwert des Collateral-Tokens selbst. Das Security-Unternehmen PeckShield meldete später, dass das Konto 1,92 Millionen US-Dollar (1,7 Millionen Euro) nach Ethereum überbrückte, darunter 234,57 ETH und 1,3 Millionen DAI.

Die Auswirkungen auf das Protokoll waren in den Zahlen sofort sichtbar. Die Total Value Locked fiel von etwa 4 Millionen US-Dollar (3,5 Millionen Euro) am 16. September auf rund 710.632 US-Dollar (619.000 Euro) zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Nostra sagte, dass es die Auswirkungen pro Asset noch untersucht und die Gelder verfolgt.

Weitere Starknet-Probleme in diesem Monat

Nostra ist nicht das einzige Starknet-Protokoll, das in diesem Monat betroffen war. Bereits Anfang September führte ein fehlerhafter Preis aus der Publikationskette von Pragma zu Liquidationen bei Vesu, einer anderen Lending-App auf Starknet. Der Vorfall zeigte, wie anfällig Protokolle sein können, wenn sie stark auf eine einzige externe Preisquelle setzen.

Der Angriff auf Nostra unterscheidet sich davon allerdings. Bei Pragma handelte es sich um einen Veröffentlichungsfehler, während es hier um eine gezielte Manipulation eines Collateral-Preises ging. Für Nutzer auf Starknet unterstreicht das, dass nicht nur Codefehler, sondern auch Preisfeeds und Oracles ein wichtiges Risiko in DeFi bleiben. Auch frühere Oracle-Exploits bei Lending-Protokollen zeigen, wie schnell ein falscher Preisfeed in zu große Kredite und direkte Verluste münden kann.

Der September bleibt teuer für Krypto

Das Timing passt in eine breitere Reihe von Vorfällen am Kryptomarkt. DefiLlama hatte vor dem Nostra-Fall bereits mehr als 326 Millionen US-Dollar an Krypto-Verlusten im September erfasst, vor allem wegen des 320 Millionen US-Dollar (279 Millionen Euro) schweren Vorfalls rund um das Liquid Network. Nostra fügte dem erneut einen kleineren, aber immer noch erheblichen Verlust hinzu.

Das Team warnte Nutzer außerdem vor Fake-Influencern und sagte, dass es während der Wiederherstellungsarbeiten niemals direkt Nachrichten sendet oder darum bittet, eine Wallet zu verbinden. Für niederländische und europäische Krypto-Investoren ist das relevant, weil Wiederherstellungsphasen nach einem Hack oft für zusätzliches Phishing und Täuschung genutzt werden.


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