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S&P Global kauft OpenZeppelin für Onchain-Sicherheit

S&P Global will mit OpenZeppelin auch Smart-Contract-Risiken in die Bewertung von Stablecoins und tokenisierten Fonds einbeziehen. Die Übernahme passt in die breitere Digital-Asset-Strategie der Ratinggruppe.

S&P Global kauft OpenZeppelin für Onchain-Sicherheit

Wichtigste Erkenntnisse

  • S&P Global übernimmt OpenZeppelin, einen Spezialisten für Smart-Contract-Sicherheit bei Stablecoins und tokenisierten Fonds.
  • Mit dem Deal will S&P neben traditionellen Kreditrisiken auch den Code bewerten, der Tokens ausgibt, verschiebt und verwaltet.
  • OpenZeppelin bleibt als eigene Einheit bestehen; die Transaktion muss noch die üblichen Abschlussbedingungen erfüllen.

S&P Global hat der Übernahme von OpenZeppelin zugestimmt, einem Spezialisten für Smart-Contract-Sicherheit, der breit im Stablecoin- und Markt für tokenisierte Fonds eingesetzt wird. Mit dem Deal will die US-amerikanische Ratinggruppe nicht nur auf den Emittenten oder den Fonds schauen, sondern auch auf den Code, der Tokens ausgibt, verschiebt und verwaltet. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

Code wird jetzt ebenfalls zum Risiko

Der Kern der Übernahme ist, dass traditionelle Kreditratings nicht alles über Onchain Finance aussagen. Ein Projekt kann starke Reserven oder ein solides Kreditprofil haben, aber trotzdem an einem Fehler in den Smart Contracts scheitern. S&P Global macht damit einen Schritt hin zu einer breiteren Bewertung technologischer Risiken, die nach Einschätzung des Unternehmens wichtiger werden, je mehr Banken und Vermögensverwalter Onchain-Produkte nutzen.

OpenZeppelin liefert Open-Source-Code und Sicherheitsprüfungen für Projekte in DeFi, Stablecoins und tokenisierten Assets. Laut S&P haben Verträge, die mit dieser Library gebaut wurden, im Laufe der Zeit mehr als $37 Billionen (€32,1 Billionen) an Wertübertragungen ermöglicht. Diese Zahl bezieht sich auf den gesamten Wert, der über diese Verträge bewegt wurde, nicht auf Assets, die OpenZeppelin selbst verwaltet.

Was OpenZeppelin hinzufügt

OpenZeppelin wurde 2015 gegründet und sagt, seit Jahren ein fester Name in der Ethereum-Welt zu sein. Die Library OpenZeppelin Contracts soll nach früheren Angaben mehr als $31 Billionen (€26,9 Billionen) an Onchain-Wert abgesichert haben. Außerdem hat das Unternehmen mehr als 900 Security-Engagements durchgeführt und dabei über 10.000 Schwachstellen gefunden, bevor Code in Produktion ging.

Mitgründer und CEO Demian Brener bleibt an der Spitze des Unternehmens als eigene Einheit unter dem Namen OpenZeppelin. Damit erhält S&P die bestehende Marke und Expertise, während das Unternehmen selbst Zugang zu einem Teil des Kryptomarkts bekommt, in dem Codequalität direkt mit Nutzung und Vertrauen zusammenhängt.

Passt in die breitere Digitalstrategie

Die Übernahme passt in eine breitere Digital-Asset-Strategie von S&P Global. Das Unternehmen hat seine Aktivitäten in diesem Jahr bereits mit einer strategischen Beteiligung an Kaiko ausgeweitet und gemeinsam mit Kaiko eine Digital-Asset-Indexsuite gestartet. Im Juli kam außerdem der S&P Pantera Digital Asset Index hinzu, der als Benchmark für digitale Assets mit realer Nutzung und wirtschaftlichem Wert gedacht ist.

Für europäische Krypto- und institutionelle Leser ist vor allem relevant, dass große Finanzhäuser Onchain-Produkte zunehmend als Kombination aus Marktdaten, Compliance und Codesicherheit betrachten. Das könnte darauf hindeuten, dass Security-Audits und Benchmarks bei der weiteren Einführung von tokenisierten Fonds, Stablecoins und anderen Onchain-Produkten eine größere Rolle spielen. Die Transaktion muss noch die üblichen Abschlussbedingungen erfüllen, und S&P sagt, dass der Deal keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzergebnisse haben wird.


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