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Grayscale sieht attraktive Bewertungen bei den 15 wichtigsten Krypto-Protokollen vor dem CLARITY Act

Grayscale verweist auf niedrige Bewertungen bei Protokollen wie Hyperliquid und PancakeSwap, während der CLARITY Act mehr Klarheit über die Aufsicht durch CFTC und SEC bringen könnte.

Grayscale sieht attraktive Bewertungen bei den 15 wichtigsten Krypto-Protokollen vor dem CLARITY Act

Wichtigste Erkenntnisse

  • Grayscale Research sieht bei den 15 umsatzstärksten Krypto-Protokollen nach einem langen Bärenmarkt niedrige Bewertungen.
  • Hyperliquid führt mit 871 Millionen Dollar Umsatz; mehrere Protokolle, darunter PancakeSwap, Meteora und Collector Crypt, notieren bei rund dem 1-Fachen des Jahresumsatzes.
  • Der mögliche CLARITY Act könnte mehr Klarheit über digitale Assets bringen, doch bei Stablecoins, Ethik und dem Schutz von Entwicklern gibt es weiter Verhandlungen.

Grayscale Research betont, dass eine mögliche Verabschiedung des CLARITY Act in den größten umsatzgenerierenden Krypto-Protokollen erheblichen Wert freisetzen könnte. Laut Zach Pandl, Leiter Research bei Grayscale, werden die 15 wichtigsten Protokolle der Branche derzeit mit niedrigen Trailing-Earnings-Multiples gehandelt, was nach einem langen Bärenmarkt auf attraktive Bewertungen hindeutet.

Niedrige Bewertungen und Umsätze von Krypto-Protokollen

Grayscale ordnet diese Protokolle nach ihrem Umsatz der letzten 12 Monate ein, wobei Hyperliquid (HYPE) mit 871 Millionen Dollar (768 Millionen Euro) vorne liegt, gefolgt von Pump.fun (PUMP) mit 459 Millionen Dollar (405 Millionen Euro). Die meisten dieser 15 Protokolle haben ein Umsatzmultiple im einstelligen Bereich. So werden PancakeSwap (CAKE), Meteora (MET) und Collector Crypt (CARDS) bei etwa dem 1-Fachen ihres Jahresumsatzes gehandelt.

Pandl betont, dass viele dieser Blockchain-Anwendungen niedrige Betriebskosten haben. Dadurch wirken sie günstig, wenn sie auf Basis von Gewinn oder Cashflow bewertet werden, statt nur über den Tokenpreis. Fast alle der 15 wichtigsten Protokolle bedienen Finanzanwendungen, dazu kommen unterstützende Utilities wie Orakel und Staking-Infrastruktur. Das passt zur breiteren DeFi-Rally, von der auch Uniswap profitiert, weil mehr Onchain-Liquidität und tokenisierte Assets erwartet werden.

Auswirkungen des CLARITY Act auf den Kryptomarkt

Der CLARITY Act, der im Juli 2025 das Repräsentantenhaus passiert hat und im Mai 2026 vom Bankenausschuss des Senats gebilligt wurde, könnte einen klaren Regulierungsrahmen für digitale Assets schaffen. Das könnte laut Pandl zu mehr Wachstum bei tokenisierten Assets und Onchain Finance führen.

Das Gesetz sieht eine Aufteilung der Aufsichtsbefugnisse zwischen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der Securities and Exchange Commission (SEC) vor. Dadurch könnte klarer werden, wie digitale Assets eingestuft und reguliert werden, was das Vertrauen und die Aktivität am Markt stärken könnte.

Trotz dieser Fortschritte gibt es weiter Hürden, unter anderem bei Regelungen zu Stablecoin-Erträgen, ethischer Sprache und dem Schutz von Entwicklern. Senatorin Cynthia Lummis sagte, dass die Verhandlungen intensiv laufen und ein möglicher endgültiger Text bis Anfang Juli vorliegen könnte.

Warum das für europäische Krypto-Investoren relevant ist

Auch wenn der CLARITY Act ein US-Gesetz ist, kann ein klarer Regulierungsrahmen in den Vereinigten Staaten auch den globalen Kryptomarkt beeinflussen. Europäische Investoren können das als Signal sehen, dass reguliertes Wachstum bei Onchain Finance und tokenisierten Assets möglich wird, was für ihre eigenen Anlagestrategien und die Übernahme ähnlicher Regeln in Europa relevant sein könnte.


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