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Kraken erwägt 15-Prozent-Beteiligung am DeFi-Protokoll Aave im Wert von 385 Millionen Dollar

Der mögliche Deal folgt auf den KelpDAO-Exploit, der Aave über faule Schulden und mehr als 8 Milliarden Dollar an Abhebungen getroffen hat. Kraken will damit seine Position in DeFi neben regulierten Handelsdiensten stärken.

Kraken erwägt 15-Prozent-Beteiligung am DeFi-Protokoll Aave im Wert von 385 Millionen Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kraken, Teil von Payward, spricht über eine mögliche Investition von 15 % in Aave, mit einer geschätzten Bewertung von 385 Millionen Dollar.
  • Der KelpDAO-Exploit führte zu Milliarden Dollar an Abhebungen und schätzungsweise 190 Millionen Dollar bis 230 Millionen Dollar an faulen Schulden bei Aave.
  • Der vorgeschlagene Deal umfasst 35.000 Ether für 250.000 AAVE-Token und eine 15-Prozent-Beteiligung an Aave Group.

Kraken, Teil von Payward Inc., ist in Gesprächen über eine mögliche Investition von 15 % in das dezentrale Kreditprotokoll Aave, wobei das Unternehmen auf 385 Millionen Dollar (€339 Millionen) geschätzt wird. Dieser Schritt folgt auf die Folgen des KelpDAO-Exploits im April, der trotz nicht gehackter eigener Smart Contracts von Aave zu Milliarden Dollar an Abhebungen führte.

Aaves Position und jüngste Herausforderungen

Aave, das größte Protokoll für dezentrale Kredite, ermöglicht es Nutzern, ohne Zwischenhändler Krypto-Assets zu leihen und zu verleihen. Die Plattform arbeitet mit Liquiditätspools, in denen Einzahler Zinsen verdienen, während Kreditnehmer Krypto als Sicherheit hinterlegen. Obwohl Aave selbst nicht gehackt wurde, brachte der Exploit von KelpDAO das Protokoll durch erhebliche faule Schulden in Schwierigkeiten, deren Umfang auf zwischen 190 Millionen Dollar (€168 Millionen) und 230 Millionen Dollar (€203 Millionen) geschätzt wird. Das führte zu einem massiven Abfluss von mehr als 8 Milliarden Dollar (€7,1 Milliarden) an Einlagen und machte die Risiken der Verflechtung innerhalb von DeFi deutlich.

Krakens Investitionsstrategie und Zukunftspläne

Der vorgeschlagene Deal umfasst eine Investition von 35.000 Ether (ETH) im Tausch gegen 250.000 AAVE-Token und eine 15-Prozent-Beteiligung an Aave Group. Kraken prüft außerdem die Möglichkeit, diese Investition zu syndizieren, die rund 71 Millionen Dollar (€62,6 Millionen) wert ist. Dieser Schritt ist Teil einer breiteren Strategie von Payward, das Portfolio zu diversifizieren und sich aktiver in DeFi und anderen Investitionsmöglichkeiten zu positionieren. Anfang dieses Jahres übernahm Payward die Krypto-Derivatebörse Bitnomial und stärkte damit seine regulierte Handelsinfrastruktur in Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang.

Diese Investitionen zeigen, dass sich Kraken und Payward als wichtige Akteure beim Ausbau des Kryptomarkts positionieren, indem sie sowohl auf regulierte Handelsdienste als auch auf innovative DeFi-Produkte setzen. Die Kombination aus einem starken Fokus auf Infrastruktur und strategischen Beteiligungen an führenden Protokollen wie Aave könnte ihre Wettbewerbsposition stärken.

Relevanz für europäische Krypto-Anleger

Für europäische Krypto-Anleger könnte diese Entwicklung auf eine zunehmende Integration zwischen regulierten Exchanges und DeFi-Protokollen hindeuten. Das Engagement eines großen Players wie Kraken bei Aave könnte die Akzeptanz und Legitimität dezentraler Kredite weiter fördern. Das passt zu einer breiteren Neubewertung führender Protokolle; Grayscale bezeichnete Aave kürzlich auf Basis der Einnahmen und der institutionellen Adoption als unterbewertet. Das könnte auch im Zusammenhang mit der europäischen MiCA-Regulierung wichtig sein, die darauf abzielt, Krypto-Dienste zu regulieren und Transparenz sowie Sicherheit in der Branche zu gewährleisten.


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