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Hoskinson greift Buterin wegen Quantenverschlüsselung an

Die Debatte dreht sich um hashbasierte und lattice-basierte Lösungen für Wallets auf Ethereum, Cardano und Solana. Es geht darum, welchen Post-Quantum-Standard Blockchains künftig wählen.

Hoskinson greift Buterin wegen Quantenverschlüsselung an

Wichtigste Erkenntnisse

  • Charles Hoskinson wirft Vitalik Buterin vor, im Streit um quantensichere Verschlüsselung seine eigene Forschungslinie zu schützen.
  • Buterin warnte, dass KI-getriebene mathematische Durchbrüche lattice-basierte Verschlüsselung schwächen könnten, während Hoskinson hashbasierte Krypto als Sackgasse bezeichnet.
  • Die Debatte ist für mehrere Blockchains relevant, weil Quantencomputer die heutige Public-Key-Kryptografie bedrohen könnten und ein Wechsel zu Post-Quantum-Kryptografie technisch aufwendig ist.

Charles Hoskinson hat Vitalik Buterin vorgeworfen, im Streit um quantensichere Verschlüsselung seine eigene Forschungslinie zu schützen. Der Cardano-Gründer sagte, der Ethereum-Mitgründer hänge zu sehr an der hashbasierten Krypto-Forschung und schwäche dadurch alternative Verschlüsselung. Die Debatte berührt ein größeres Thema für den Kryptomarkt: wie große Blockchains Wallets vor künftigen Quantencomputern schützen wollen.

Die Debatte über Verschlüsselung

Buterin warnte kürzlich, dass KI-getriebene Durchbrüche in der Mathematik lattice-basierte Verschlüsselung schwächen könnten. Das ist eine der beiden Hauptoptionen, um Wallets vor Quantenangriffen zu schützen. Seine Warnung passt auch zu Ethereums langfristigem Plan, der bereits auf hashbasierten Designs aufbaut.

Hoskinson widersprach dem scharf. Seiner Ansicht nach ist Buterin zu eng mit diesem Ansatz verbunden, um noch leicht die Richtung zu ändern. Hashbasierte Tools nannte er nicht wertlos, aber eine „algebraic dead end“ für fortgeschrittenere Funktionen. In seiner Reaktion sagte er außerdem, dass Buterin mit seinen Posts Entwickler schon früher von wichtiger Forschung abgelenkt habe.

Warum das breiter relevant ist

Quantencomputing gilt schon länger als Risiko für die heutige Public-Key-Kryptografie, die viele Blockchains nutzen. Es gibt zwar noch keine Quantencomputer im großen Maßstab, die diese Systeme brechen könnten, doch die Bedrohung wird ernst genommen. Der Wechsel zu Post-Quantum-Kryptografie kann zudem teuer und technisch anspruchsvoll sein, weil Transaktionen größer werden und die Verifizierung mehr kostet.

Das macht die Debatte für mehr als nur Cardano und Ethereum relevant. Ripple arbeitet zum Beispiel bereits an einem Migrationsplan, um Wallets und Transaktionen auf dem XRP Ledger vor künftigen Quantenangriffen zu schützen. Ethereum-Forscher haben außerdem vorgeschlagen, Validator-Einlagen schrittweise auf quantenresistente Signaturen umzustellen.

Cardano und Ethereum geraten erneut aneinander

Der Streit passt in ein längeres Muster zwischen den beiden Gründern. Hoskinson sagte schon früher, dass Ethereum Cardanos Kern-Design kopiert habe. Jetzt zieht er eine neue Trennlinie: welche Verschlüsselung große Chains künftig vertrauen, wenn Quantencomputer weiter voranschreiten.

Hoskinson sagte außerdem, dass er die Wahrscheinlichkeit einer Quantenbedrohung vor 2033 auf mehr als 50 % schätzt. Buterin bezeichnete seiner Aussage nach eine Forderung nach zehnmal größeren Schlüsseln vor allem als „Numerology“. Das zeigt, wie unterschiedlich die beiden Lager dasselbe Risiko einschätzen, während der Sektor noch keinen endgültigen Standard hat.


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