IWF: El Salvador finanzierte Bitcoin-Wachstum mit Spenden
Der IWF sagt, dass die zusätzlichen BTC seit der letzten Prüfung aus privaten Spenden stammten, nicht aus öffentlichen Mitteln. Damit wächst El Salvadors Bitcoin-Bestand weiter innerhalb strengerer Vorgaben zu Aufsicht und Haushaltsdisziplin.

Wichtigste Erkenntnisse
- Der IWF sagt, dass El Salvador nach der ersten Kreditprüfung kein öffentliches Geld verwendet hat, um Bitcoin aufzubauen.
- Die zusätzlichen BTC im offiziellen Bestand kamen laut IWF aus privaten Spenden, während die Bestände auf 7.764,37 BTC stiegen.
- El Salvador und der IWF vereinbarten außerdem, den rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmen für Krypto zu stärken.
El Salvador hat nach der ersten Prüfung seines Kreditprogramms beim IWF kein öffentliches Geld verwendet, um Bitcoin aufzubauen, sagt der Fonds auf Grundlage von Dokumenten der salvadorianischen Behörden. Laut IWF stammten die zusätzlichen BTC seit dieser Prüfung aus privaten Spenden. Damit wird klarer, warum der offizielle Bestand weiter gewachsen ist, während die Vereinbarungen eigentlich verlangten, die öffentliche Bitcoin-Bilanz unverändert zu lassen.
Spenden hinter dem Wachstum
Der offizielle Tracker des Landes steht inzwischen bei 7.764,37 BTC. Im November kamen dort mehr als 1.000 BTC hinzu, und danach stieg der Bestand weiter um einen BTC pro Tag. Der IWF nannte keine Namen von Spendern und sagte auch nicht, wie viel jeder von ihnen beigetragen hat.
Präsident Nayib Bukele sagte bereits im März vergangenen Jahres, dass die Bitcoin-Käufe des Landes nicht aufhören würden. Die neue Erklärung des IWF zeigt vor allem, dass das Wachstum der offiziellen Bestände nicht automatisch bedeutet, dass die Regierung selbst zusätzlich gekauft hat.
Strengere Vereinbarungen mit dem IWF
Bitcoin ist seit Jahren ein sensibles Thema in den Gesprächen zwischen El Salvador und dem IWF. Das Land machte Bitcoin 2021 als erstes weltweit zum gesetzlichen Zahlungsmittel, doch später wurden die Regeln verschärft: Die Nutzung wurde freiwillig, Steuern mussten in US-Dollar bezahlt werden und öffentliche Käufe wurden begrenzt. Anfang 2025 wurde Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel wieder abgeschafft und die Nutzung freiwillig gemacht.
Der IWF sagte zuvor, er habe Bedenken wegen Risiken für den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität gehabt. Auch die Weltbank lehnte damals einen Hilfsantrag zur Einführung ab, unter anderem wegen Sorgen über Umwelt und Transparenz. Gleichzeitig haben sich El Salvador und IWF-Mitarbeiter nun auch darauf geeinigt, den rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmen für Krypto zu stärken und die Aufsicht über Bitcoin in die Hände des öffentlichen Sektors zu verbessern.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie genau internationale Institutionen staatliche Bitcoin-Bestände inzwischen betrachten. Das Thema El Salvador bleibt damit eines der klarsten Beispiele dafür, wie Krypto, Haushaltsregeln und Aufsicht zusammenhängen. Auch die Rolle einer Krypto-Wallet wie Chivo bleibt dabei wichtig, weil Verwahrung und operative Kontrolle direkt eine Rolle dabei spielen, wie staatliche Bestände verwaltet werden.