Untersuchung gegen Strategy wegen möglicher Irreführung zur Bitcoin-Strategie
Rosen Law prüft, ob Strategy Anleger über seine Bitcoin-Treasury und die Risiken von MSTR und STRC getäuscht hat. Im Mittelpunkt steht dabei die komplexe Finanzierung über Schulden und Preferred Stock.

Wichtigste Erkenntnisse
- Rosen Law Firm untersucht Strategy, früher MicroStrategy, wegen möglicher irreführender Aussagen zur Geschäftstätigkeit und Bitcoin-Strategie.
- Im Fokus stehen Wertpapiere wie MSTR, STRF, STRC, STRK und STRD, mit besonderem Blick auf die perpetual preferred stock STRC.
- Strategy finanziert Bitcoin-Käufe mit Schulden, Aktien und Preferred Stocks, während die jährliche Dividendenlast von STRC bei rund 1,2 Milliarden Dollar liegt.
Rosen Law Firm hat eine Untersuchung eingeleitet gegen Strategy, früher bekannt als MicroStrategy, und lädt Anleger, die in die Wertpapiere des Unternehmens investiert haben, dazu ein, sich an einer möglichen Sammelklage zu beteiligen. Die Kanzlei prüft, ob Strategy und einige Führungskräfte irreführende Aussagen zur Geschäftstätigkeit, zur Bitcoin-Treasury-Strategie, zur Profitabilität und zu den Risiken ihres aggressiven Bitcoin-Akkumulationsmodells gemacht haben.
Komplexe Finanzierungsstruktur und Wertpapiere
Die Untersuchung konzentriert sich auf verschiedene Wertpapiere, die mit Strategy verbunden sind, darunter MSTR, STRF, STRC, STRK und STRD. Besonders STRC, eine perpetual preferred stock von Strategy, steht im Fokus. Dieses Wertpapier wird mit dem zusammengebrochenen Terra-Ökosystem verglichen, doch Experten betonen, dass sich die Situationen grundlegend unterscheiden. Anders als bei Terras algorithmischen Stabilisierungsmechanismen ist Strategy nicht verpflichtet, den Marktpreis von STRC zu stützen. Dividendenzahlungen an STRC-Inhaber sind diskretionär und können eingestellt werden, wenn das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Der Druck auf die Vorzugsaktie ist nicht neu: Strategy's preferred stock fällt deutlich, Vertrauen von Privatanlegern schwindet hatte bereits berichtet, dass STRC weit unter den Zielpreis von $100 (€88) gefallen ist.
Risiken für Anleger und finanzielle Tragfähigkeit
Strategy finanziert seine Bitcoin-Käufe über eine Kombination aus wandelbaren Schulden, Aktienemissionen und mehreren Arten von Preferred Stocks. Diese komplexe Kapitalstruktur hat zu einer höheren Volatilität der Wertpapiere geführt und wirft Fragen zur Tragfähigkeit des Modells auf. Um die aktuelle Dividendenstruktur von STRC aufrechtzuerhalten, wären jährlich rund 1,2 Milliarden Dollar nötig, was den finanziellen Druck auf das Unternehmen bei sich verschlechternden Marktbedingungen erhöhen könnte.
Relevanz für europäische Krypto-Anleger
Für europäische Anleger ist es wichtig, die Risiken solcher Finanzierungsmodelle und die Auswirkungen von Volatilität auf verbundene Wertpapiere zu verstehen. Der Fall zeigt, wie Unternehmensstrategien rund um Bitcoin und die dazugehörigen Kapitalstrukturen zu rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten führen können, was auch für ähnliche Krypto-Unternehmen und Anlageentscheidungen in Europa relevant sein dürfte.