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Bitcoin fällt nach Inflationsanstieg und Nasdaq-Korrektur auf tiefsten Stand seit 2024

Die höhere PCE-Inflation dämpft die Chance auf eine Zinssenkung der Fed und setzt auch den Nasdaq 100 unter Druck. Im Krypto-Bereich führte der Rückgang zu Liquidationen von mehr als $1,26 Milliarden.

Bitcoin fällt nach Inflationsanstieg und Nasdaq-Korrektur auf tiefsten Stand seit 2024

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin fiel am Donnerstag auf rund $58.000, den niedrigsten Stand seit September 2024, nachdem die US-Inflation höher als erwartet ausgefallen war.
  • Die PCE-Inflation stieg im Mai auf 4,1% im Jahresvergleich, wodurch die Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve nachließen.
  • Der Rückgang löste große Liquidationen im Krypto-Bereich aus und fiel mit einer Korrektur im Nasdaq 100 zusammen.

Der Bitcoin-Preis ist am Donnerstag auf rund $58.000 (€51.100) gefallen, den niedrigsten Stand seit September 2024, nachdem die US-Inflation höher als erwartet ausgefallen war. Diese Entwicklung dämpfte die Erwartungen an eine kurzfristige Zinssenkung der Federal Reserve, was auch den Nasdaq 100 belastete, der eine zuvor erzielte Intraday-Rally wieder abgab.

Inflationsdaten und Auswirkungen auf die Zinspolitik

Der Personal Consumption Expenditures (PCE)-Preisindex stieg im Mai um 4,1% gegenüber dem Vorjahr, der stärkste Anstieg seit April 2023. Das war ein Plus gegenüber 3,8% im April. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie lag bei 3,4%. Diese Zahlen deuten auf eine robuste Wirtschaft hin, mit Konsumausgaben, die im Mai um 0,7% zulegten, und einer Revision des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal auf 2,1%. Deshalb rechnen einige Ökonomen eher mit möglichen Zinserhöhungen statt mit Senkungen.

Die Federal Reserve unter Vorsitz von Kevin Warsh hielt den Leitzins im Juni stabil zwischen 3,5% und 3,75%, mit einem Ausblick auf höhere Zinsen. Die Fed führte einen Teil des Preisdrucks auf Energieversorgungsschocks durch den Konflikt im Nahen Osten zurück. Diese Haltung hat die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr sinken lassen, was sich in den Marktreaktionen widerspiegelt.

Bitcoin und Nasdaq bewegen sich ähnlich

Bitcoin wurde früher am Tag noch über $61.800 (€54.500) gehandelt, doch der Kursrückgang beschleunigte sich danach und der digitale Coin wurde bei rund $59.200 (€52.200) gehandelt, ein Minus von etwa 2,6% an diesem Tag. Damit liegt Bitcoin rund 53% unter dem Rekord von $126.080 (€111.200) aus Oktober 2025. Der Kurssturz führte zu Zwangsverkäufen, wobei innerhalb von etwa einer Stunde mehr als $450 Millionen (€397 Millionen) an gehebelten Long-Positionen liquidiert wurden.

Insgesamt beliefen sich die Krypto-Liquidationen innerhalb von 24 Stunden auf $1,26 Milliarden (€1,1 Milliarden), verteilt auf mehr als 209.000 Trader. Die Korrelation zwischen dem Kryptomarkt und Technologieaktien bleibt stark; der Nasdaq 100 erlebte eine ähnliche Kehrtwende nach einer früheren Verkaufswelle im Juni, die auch Bitcoin unter Druck setzte. Höhere Zinssätze erhöhen die Kosten für risikoreiche Assets, was den Druck auf Tech-Aktien und Kryptowährungen gleichermaßen verstärkt.

Erwartungen vor dem nächsten Fed-Beschluss

Ob die $58.000 (€51.100) als Boden dienen, hängt vom nächsten Fed-Treffen Ende Juli ab. Bei steigender Inflation und stabilem Wirtschaftswachstum gibt es für die Notenbanker wenig Anlass, die Zinsen zu senken. Das macht riskante Assets, darunter Bitcoin, anfällig für weitere Kursschwankungen.

Diese Lage zeigt, wie komplex das Verhältnis zwischen der Geldpolitik der Federal Reserve und dem Kryptomarkt ist. Zwar sind niedrigere Zinssätze in der Regel positiv für risikoreiche Anlagen, doch aktuelle Trends zeigen, dass Marktreaktionen auf Fed-Entscheidungen nicht immer vorhersehbar sind und höhere Zinsen die Attraktivität traditioneller Anlagen erhöhen können, zulasten digitaler Assets wie Bitcoin.

Der jüngste Rückgang passt in die breitere Diskussion darüber, wo der Boden liegt. Onchain-Signale deuten dabei auf ein mögliches Tief in der Zone zwischen $48.000 (€42.300) und $57.000 (€50.300) hin, auch wenn das noch nicht bestätigt ist.


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