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Bitcoin nähert sich laut Onchain-Signalen womöglich einem Tief zwischen 48.000 und 57.000 Dollar

Vier seltene Onchain-Signale deuten auf einen möglichen Zyklusboden hin, während Bitcoin um 59.000 Dollar notiert und US-Spot-ETFs die Marktstruktur weiter beeinflussen.

Bitcoin nähert sich laut Onchain-Signalen womöglich einem Tief zwischen 48.000 und 57.000 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Vier seltene Onchain-Indikatoren sind zusammengekommen, etwas, das in Bitcoins Geschichte erst fünfmal zuvor passiert ist.
  • Bitcoin muss innerhalb von 90 Tagen über 82.000 Dollar ausbrechen, oder möglicherweise auf 54.000 bis 57.000 Dollar fallen, mit einem Wick bis 48.000 Dollar als Kapitulation.
  • Trotz des Preisdrucks verbessern sich Wallet-Aktivität, Exchange-Reserven und Netzwerkstatistiken, während ETFs die Marktstruktur und Volatilität beeinflussen.

Bitcoin steht möglicherweise kurz vor einem wichtigen Wendepunkt. Laut Chris Sullivan, Mitgründer und Portfoliomanager beim digitalen Asset-Fonds Hyperion Decimus, haben sich vier seltene Onchain-Indikatoren zusammengetan, etwas, das in der 15-jährigen Geschichte von Bitcoin erst fünfmal zuvor vorgekommen ist. Diese Signale fielen jedes Mal mit dem Boden eines Zyklus zusammen, auch wenn die endgültige technische Bestätigung noch fehlt.

Onchain-Indikatoren deuten auf möglichen Boden hin

Sullivan betont, dass fast alle Voraussetzungen für einen Marktboden erfüllt sind, außer dem letzten Muster. Seiner Ansicht nach muss Bitcoin innerhalb von 90 Tagen entweder über 82.000 Dollar (72.300 Euro) ausbrechen, um die Erholung zu bestätigen, oder einen letzten Rückgang auf 54.000 Dollar (47.600 Euro) bis 57.000 Dollar (50.300 Euro) erleben. Ein möglicher Wick bis 48.000 Dollar (42.300 Euro) würde dann eine Kapitulation markieren. Diese Szenarien basieren auf historischen Mustern, die die Bitcoin-Zyklen in der Vergangenheit ziemlich genau vorhergesagt haben.

Die verwendeten Onchain-Indikatoren ähneln bekannten Modellen wie der MVRV Z-Score, dem Pi-Cycle Bottom und dem CVDD Floor, die in der Vergangenheit verlässliche Signale für Marktzyklen geliefert haben. Diese Indikatoren messen unter anderem das Verhältnis zwischen Marktwert und realisiertem Wert sowie Preisniveaus auf Basis des Alters und der Kostenbasis von Coins.

Divergenz zu traditionellen Märkten und strukturelle Veränderungen

Bitcoin handelt aktuell um 59.386 Dollar (52.400 Euro) und hat im vergangenen Monat 23 % verloren, während US-Aktien zuvor Rekordstände erreicht haben. Diese Divergenz zeigt, dass sich Bitcoin immer stärker von den traditionellen Finanzmärkten löst. Sullivan verweist auf ein gestörtes Verhältnis zwischen Bitcoin und der globalen Geldmenge (M2), die normalerweise mit einer Verzögerung von einigen Monaten mit den Kursbewegungen von Bitcoin korreliert. Diese Korrelation ist seit etwa neun Monaten unterbrochen.

Diese Abweichung ist nicht nur bei Bitcoin zu sehen, auch Edelmetalle reagieren weniger stark auf makroökonomische Signale als erwartet. Laut Sullivan sind strukturelle Veränderungen im Kryptomarkt seit der Einführung von US-Spot-Bitcoin-ETFs mitverantwortlich. Diese Marktstruktur fördert Hedging und drückt die Volatilität, was den Kursverlauf beeinflusst.

Trotz des Preisdrucks haben sich fundamentale Indikatoren wie Wallet-Aktivität, sinkende Bitcoin-Bestände auf Exchanges und Netzwerkstatistiken verbessert. Das spricht für eine zugrunde liegende Stärke im Markt, was das Risikoprofil für Anleger möglicherweise attraktiver macht.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Für europäische Anleger kann diese Entwicklung relevant sein, weil sie darauf hindeutet, dass Bitcoin womöglich einem wichtigen Boden näherkommt, trotz der anhaltenden Unsicherheit im breiteren Markt. Die veränderte Marktstruktur und der Einfluss von ETFs könnten auch den europäischen Kryptomarkt beeinflussen, gerade jetzt, wo MiCA-Regulierung und europäische Krypto-Plattformen wie Finst den Markt mitprägen. Trotzdem bleibt es wichtig, das Muster abzuwarten, bevor man Schlussfolgerungen über das Ende der aktuellen Bear Market zieht.

Die jüngste Schwäche passt allerdings in einen breiteren Markt, in dem Händler mit weiterer Volatilität rund um die aktuellen Niveaus rechnen. Das passt auch zum Druck auf den Spotmarkt und den Derivatemarkt, wo Bitcoin nähert wichtige Unterstützung bei 59.000 Dollar inmitten sinkender Liquidität bereits auf nachlassende Liquidität und ausbleibende neue ETF-Zuflüsse hingewiesen hat.


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