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Ist Apple der Retter, den die Metaverse braucht?

Die Metaverse wirkt wie eine Wüste. Krypto-Fans setzen deshalb ihre Hoffnungen auf Apple, das eine VR-Brille auf den Markt bringen will.

Ist Apple der Retter, den die Metaverse braucht?

Die Metaverse wirkt wie eine Wüste. Krypto-Fans setzen deshalb ihre Hoffnungen auf Apple, das eine VR-Brille auf den Markt bringen will. Aber kann das Unternehmen die Metaverse retten?

Jeder, der einen Blick auf Decentraland und Sandboxes dieser Welt wirft, wird erkennen: Die Metaverse wirkt wie eine Wüste. Im April erreichte die Anzahl der Spieler einen neuen Tiefstand. Inzwischen waren auf Decentraland nur noch 23 Nutzer pro Tag online. Für ein Projekt, das Millionen an Entwicklungskosten verschlungen hat. Ganz zu schweigen von der Kursentwicklung der eigenen Tokens. Die letzten Monate kannten sie nur eine Richtung: steil nach Süden. Die Crypto-Coins (MANA und SAND) liegen jeweils mehr als 90 Prozent entfernt von ihrem letzten All-Time High.

Und auch finanziell sieht die Metaverse düster aus. Die Umbenennung der Facebook-Gruppe zu Meta hat den Hype um digitale Welten erst so richtig in Gang gebracht. Horizon Worlds" sollte Spaß und Erlebnis bieten. Auch ein Ort zum Netzwerken. Heutzutage ist es vor allem eines: ein Milliardengrab. Allein im Jahr 2022 hat die Reality Labs-Sparte von Metaverse fast 14 Milliarden Dollar in die Entwicklung von AR- und VR-Technologien für die digitale Welt gesteckt. Im letzten Quartal kamen dort noch einmal fast vier Milliarden hinzu.

Härten zufolge war "Horizon Worlds" so "beliebt" bei den Mitarbeitern, dass Meta die Belegschaft anwies, mehr Zeit in ihrer eigenen Metaverse zu verbringen. Offiziell verteidigt Mark Zuckerberg noch immer seinen Vormarsch, doch Meta hat sich längst auf die nächste Hype fokussiert: Künstliche Intelligenz, auch AI genannt.

Ist Apple der Retter?

Aber es scheint Licht am Horizont, zumindest glauben das einige Crypto-Anhänger, denn Apple kommt bald mit einer eigenen VR-Brille, komplett mit eigenem App Store. Die erste Produktveröffentlichung seit der Apple Watch im Jahr 2015 ist für den 5. Juni geplant.

Die Crypto-Community bekommt auch mehr Zuversicht durch ihre eigenen Projekte. "Metaverse-Shitcoins werden so stark pumpen, dass es nicht mehr lustig ist," View post on X. Es ist gut möglich, dass dieser Pump tatsächlich kommt. Als Anfang dieses Jahres die ersten Gerüchte über die Apple Glasses auftauchten, stieg MANA von 30 auf 80 Cent. Der Preisanstieg war jedoch nicht haltbar. Die Situation dürfte ähnlich aussehen für den tatsächlichen Start.

Inzwischen flüstern Marktbeobachter weiter über eine eigene Apple-Metaverse. Tatsächlich gibt es, abgesehen von der VR-Brille, wenig Belege für eine eigene digitale Welt. Aber es wäre sicherlich eine sogenannte "Corporate Metaverse", wie Metas "Horizon Worlds".

Apple hat kein Interesse an Crypto

Außerdem darf man nicht vergessen: Apple hat als Unternehmen überhaupt kein Interesse daran, sich mit Crypto zu beschäftigen – im Gegenteil. Ende letzten Jahres hat das Unternehmen seine Richtlinien im eigenen App Store verschärft und Apps verboten, Mechanismen wie "Kryptowährungen oder Wallets" zu integrieren. Zudem vertraut Apple traditionell auf ein geschlossenes Ökosystem für seine Produkte, externe Partnerschaften sind eher selten. Folglich wird die Crypto-Industrie wahrscheinlich nicht von einer Apple-Metaverse profitieren. Ein echter Retter sieht anders aus.


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