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JPMorgan sieht nachlassende Nachfrage bei Hyperliquid-ETFs

JPMorgan verweist auf mehr Konkurrenz durch regulierte Derivate und sinkende Zuflüsse in HYPE-Produkte. Auch prediction markets und Offshore-Plattformen wie Hyperliquid geraten unter Druck.

JPMorgan sieht nachlassende Nachfrage bei Hyperliquid-ETFs

Wichtigste Erkenntnisse

  • JPMorgan meldet, dass die Zuflüsse in Hyperliquid-ETFs nach Mai und Juni fast zum Stillstand gekommen sind.
  • Die Bank sieht mehr Konkurrenz durch regulierte Krypto-Produkte und größere zentrale Börsen.
  • Hyperliquid bleibt wichtig, aber andere Krypto-ETFs bleiben laut JPMorgan deutlich kleiner als Bitcoin und Ethereum.

Die Zuflüsse in Hyperliquid ETFs haben sich nach den starken Monaten Mai und Juni laut JPMorgan deutlich abgekühlt. Nach Einschätzung der Bank nimmt der Wettbewerb zu, während dezentrale Handelsplattformen in einem reifer werdenden Markt stärker unter Druck geraten.

Zuflüsse gehen zurück

JPMorgan zufolge gehörte Hyperliquid im Mai und Juni bei den nicht-Bitcoin-Krypto-ETFs noch zu den auffälligsten Produkten, gemessen an den Zuflüssen im Verhältnis zu den Assets under Management. Im Juli und Anfang August verlor diese Dynamik jedoch weitgehend an Schwung. Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou schreiben, dass sie für den Markt dezentraler Plattformen wie Hyperliquid „erhebliche Herausforderungen“ sehen.

Hyperliquid hat sich in diesem Jahr zu einer der auffälligsten Entwicklungen im Krypto-Sektor entwickelt. Ein Grund dafür ist, dass zahlreiche Trader in die dezentrale Perpetual-Futures-Plattform geströmt sind. Davon profitierte auch der HYPE-Token, der institutionelles Kapital, Treasury-Käufer und ETF-Emittenten anziehen konnte. Offen bleibt allerdings, ob dieses Wachstum anhält, wenn größere Wettbewerber weiter Marktanteile gewinnen.

Mehr Druck durch regulierte Produkte

Nach Angaben der Bank fällt die Abkühlung in eine Phase, in der dezentrale Derivateplattformen zunehmend Konkurrenz durch regulierte zentrale Exchanges bekommen. JPMorgan verweist dabei auch auf die Einführung von in den USA regulierten Krypto-Perpetual-Futures-Produkten, die Handelsvolumen von Offshore-Plattformen wie Hyperliquid abziehen könnten.

Das betrifft nicht nur die Wettbewerbsposition, sondern auch die Debatte über Lizenzen, Compliance und Anlegerschutz. Hyperliquid läuft auf der eigenen Layer-1-Blockchain HyperCore, die auf schnelles Order-Matching und On-Chain-Trading ausgelegt ist. Die Bank betonte zudem, dass das Projekt bereits eine wichtige Rolle im Bereich On-Chain-Perpetual-Futures spielt, der Markt inzwischen aber breiter geworden ist und die Anforderungen gestiegen sind.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt sich daran, wie schnell sich der Markt für Derivate und ETFs verschieben kann, sobald regulierte Produkte verfügbar sind. Relevant ist das auch deshalb, weil außerhalb der USA immer stärker die Frage im Raum steht, welche Handelsformen am Ende das meiste Volumen anziehen und unter welchen Rahmenbedingungen das geschieht.

JPMorgan verweist außerdem auf den wachsenden Wettbewerb bei prediction markets, einem Segment, mit dem Hyperliquid seine Abhängigkeit von Perpetual-Futures-Gebühren verringern will. Dem stellt die Bank gegenüber, dass Bitcoin und Ethereum weiterhin mit Abstand die größten ETF-Märkte bleiben, mit zusammen rund 77 $ Milliarden (66,6 € Milliarden) und 10 $ Milliarden (8,7 € Milliarden) an Assets under Management. ETFs auf andere Krypto-Assets, darunter Solana, XRP und Hyperliquid, kommen laut der Bank zusammen weiterhin nur auf etwa 2 $ Milliarden (1,7 € Milliarden) bis 3 $ Milliarden (2,6 € Milliarden). HYPE notierte in den vergangenen 24 Stunden gut 3 Prozent tiefer bei rund 55,30 $ (48 €).


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