Kaiko sammelt 110 Millionen Dollar mit S&P Global an der Spitze ein
S&P Global führt die neue Investition an, neben BNP Paribas, Nasdaq und Coinbase Ventures. Kaiko will seine 24/7-Dateninfrastruktur für tokenisierte Märkte weiter ausbauen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Kaiko hat seine Series B auf 110 Millionen Dollar erweitert, mit S&P Global als Anführer der neuen Investition.
- Auch BNP Paribas, Coinbase Ventures, Nasdaq, Royal Bank of Canada und Stellar beteiligten sich an der Finanzierungsrunde.
- Kaiko will das Kapital nutzen, um seine Dateninfrastruktur und sein Produktangebot für digitale Märkte, die rund um die Uhr aktiv sind, weiter auszubauen.
Der Krypto-Datenanbieter Kaiko hat seine Series B auf 110 Millionen Dollar (94,9 Millionen Euro) erweitert, mit S&P Global an der Spitze der neuen Investition. Der Schritt unterstreicht, wie traditionelle Finanzakteure und Krypto-Infrastruktur immer näher zusammenrücken, während Kaiko auf Daten für Märkte setzt, die nie schließen.
Mehr Geld für 24/7-Daten
Kaiko teilte am Montag mit, dass die vier Jahre alte Finanzierungsrunde aufgestockt wurde. Das Unternehmen hatte bereits im Mai 2022 53 Millionen Dollar (45,7 Millionen Euro) in derselben Series B eingesammelt, nach einer früheren Series A über 24 Millionen Dollar (20,7 Millionen Euro) ein Jahr zuvor. Die neue Finanzierung soll genutzt werden, um die Dateninfrastruktur weiter auszubauen und das Wachstum digitaler Märkte zu unterstützen, die rund um die Uhr aktiv sind.
Kaiko sagte, dass digitale Asset-Märkte 24/7 operieren und die Infrastruktur darauf abgestimmt sein müsse. Nach Angaben des Unternehmens zeigt die Runde, dass Institutionen, die heute die Kapitalmärkte prägen, in die Dateninfrastruktur investieren, die für tokenisierte Märkte nötig ist. Kaiko reagierte nicht direkt auf eine Anfrage nach zusätzlicher Stellungnahme.
Große Namen steigen ein
Neben S&P Global beteiligten sich auch BNP Paribas, Coinbase Ventures, Nasdaq, Royal Bank of Canada und Stellar an der Runde. Für Kaiko ist das eine auffällige Mischung aus traditionellen Finanzinstituten und Kryptounternehmen. Das 2014 in Frankreich gegründete Unternehmen sagt, es wolle sein Datengeschäft stärken und das Produktangebot ausbauen.
Kaiko bietet nach eigenen Angaben Dienstleistungen für mehr als 150 Exchanges und Blockchain-Protokolle an. Das macht das Unternehmen relevant in einem Markt, in dem verlässliche Preis- und Handelsdaten immer wichtiger werden, vor allem weil mehr Marktteilnehmer Krypto über regulierte und institutionelle Kanäle verfolgen.
Auch das Interesse von Nasdaq passt in diese Entwicklung: der Börsenbetreiber stellt seine Marktdaten bereits auf die Blockchain, um Depth-of-Book- und Orderimbalance-Informationen breiter für Finanzanwendungen verfügbar zu machen.
Bedeutung für Europa
Für europäische Krypto-Interessierte ist dieser Deal vor allem deshalb spannend, weil er zeigt, wie groß die Nachfrage nach professionellen Marktdaten bleibt. Das passt zu einem breiteren Trend, in dem institutionelle Akteure mehr Geld in Krypto-Infrastruktur stecken und häufiger regulierten Zugang zum Markt wählen. Die Beteiligung von Namen wie S&P Global und Nasdaq zeigt auch, dass Krypto-Daten immer häufiger als fester Baustein des Finanzmarkts behandelt werden.