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Clarity Act verschärft Ethikregeln für Trump und Spitzenbeamte

Der überarbeitete Text verbietet dem Präsidenten und Spitzenbeamten, Krypto auszugeben oder zu halten, außer über einen Verkauf oder einen Blind Trust. Auch die Regeln für Stablecoin-Rewards und die Aufsicht zwischen SEC und CFTC wurden verschärft.

Clarity Act verschärft Ethikregeln für Trump und Spitzenbeamte

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die überarbeitete Clarity Act verbietet dem Präsidenten und anderen Spitzenbeamten, digitale Assets auszugeben, zu sponsern oder große Beteiligungen zu halten, ohne Abgabe oder Blind Trust.
  • Der Entwurf ergänzt zivilrechtliche Strafen und die Durchsetzung durch Staatsanwälte auf Bundesstaatsebene und verlangt eine schnelle Meldung sowie öffentliche Bekanntmachung der Abgabe.
  • Das Gesetz muss am Dienstag zunächst eine Cloture-Abstimmung mit 60 Stimmen bestehen, danach folgen noch mehrere Abstimmungen und die Zustimmung durch das Repräsentantenhaus.

Die neue Version der US-amerikanischen Clarity Act enthält strengere Ethikregeln für den Präsidenten und andere Spitzenbeamte. Der Text verbietet ihnen, ein digitales Asset auszugeben, zu sponsern oder ein erhebliches finanzielles Interesse zu halten, sofern sie ihre Krypto nicht abgeben oder in einen qualifizierten Blind Trust einbringen. Das Timing ist wichtig, weil der Senat am Dienstag bereits über eine Cloture-Abstimmung abstimmt und das Gesetz noch mehrere Schritte durchlaufen muss.

Strengere Ethikregeln

Der überarbeitete Text wurde am Montag veröffentlicht und ist nach Angaben der Verfasser möglicherweise die letzte Version vor der Abstimmung. In der neuen Passage steht, dass eine erfasste Person ihre Beteiligung abgeben oder in einen Blind Trust einbringen muss. Diese Abgabe gilt anschließend als Verkauf. Außerdem muss die betroffene Funktionsträgerin oder der betroffene Funktionsträger innerhalb von drei Tagen die zuständige Ethikstelle informieren, woraufhin diese Stelle die Abgabe innerhalb von weiteren drei Tagen öffentlich melden muss.

Der Entwurf ergänzt außerdem zivilrechtliche Strafen für den Emittenten und gibt Staatsanwälten auf Bundesstaatsebene die Möglichkeit, die Ethikregeln durchzusetzen. Damit wird die Durchsetzung breiter aufgestellt als nur auf Bundesebene. Der Text streicht zudem eine frühere Sunset Clause für diese Durchsetzung.

Politische Hürde bleibt groß

Die Ethikregel war eines der größten Hindernisse für die Verabschiedung des Gesetzes. Präsident Donald Trump soll der angepassten Formulierung inzwischen zugestimmt haben, doch das macht den Gesetzgebungsprozess nicht automatisch einfacher. Für die Cloture-Abstimmung sind am Dienstag 60 Stimmen nötig, während sowohl Demokraten als auch Republikaner zuvor Einwände gegen verschiedene Teile des Vorschlags hatten.

Demokraten sorgten sich vor allem, dass der frühere Text zu schwach sei, um Interessenkonflikte rund um Trump und seine Familie zu verhindern. Einige Republikaner sahen die Regeln zu Stablecoin-Yield und Rewards wiederum kritisch. Wenn das Gesetz diese Woche die Cloture-Abstimmung übersteht, folgen noch weitere Abstimmungen, bevor von einer endgültigen Zustimmung die Rede sein kann.

Was das für den Markt bedeutet

Die Clarity Act soll die Aufgabenverteilung zwischen der CFTC und der SEC für digitale Assets klarer machen. Für den Kryptomarkt ist das relevant, weil das Gesetz nicht nur die Aufsicht betrifft, sondern auch die Frage, wer in Washington direkt finanziell an Krypto beteiligt sein darf und wer nicht. Der Text verbietet außerdem Krypto-Exchanges, digitale Assets zu listen, die von einer erfassten Person ausgegeben wurden, was für Marktteilnehmer zusätzliche Compliance-Fragen aufwerfen könnte.

Das Gesetz muss danach noch durch das Repräsentantenhaus, wenn dieses nach der Wahlpause im November zurückkehrt. Außerdem enthält der Entwurf noch Änderungen rund um Decentralized Finance, den Blockchain Regulatory Certainty Act und eine vorübergehende Befugnis für den US-amerikanischen Finanzminister, Stablecoin-Rewards zu begrenzen, falls ein Deposit Flight aus Community Banks festgestellt wird. Zuvor hatte bereits die Debatte über die Ethikklausel rund um Trump im Vorfeld der Abstimmung für zusätzliche Spannung gesorgt.


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