Ledger gibt Kritik der Krypto-Community nach
Nach massiver Kritik an der neuen Recover-Funktion knickt der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger vor dem Druck der Community ein – vorerst.

Nach massiver Kritik an der neuen Recover-Funktion beugt der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger dem Druck der Community - vorerst.
Um größeren Schaden abzuwenden, hat das Unternehmen nun dem Druck nachgegeben. In einem Brief an die Community kündigte Ledger an, dass die Funktion vorerst nicht live gehen würde. Das Unternehmen will zuerst den Code vorlegen. Ledger verursachte viel Aufsehen in der Krypto-Szene mit seiner neuen Recover-Funktion. Ledger Recover hat die Seed-Phrase in drei Teile aufgeteilt, um sie verschlüsselt in der Cloud zu speichern. Ein Datenleck im Sommer 2020 hatte dem Vertrauen in Ledger bereits erheblichen Imageschaden zugefügt.
Schon kurz zuvor hatte Ledger CEO Pascal Gauthier in einem Podcast bestätigt, dass die Seed-Phrasen von "Ledger Recover" theoretisch an die Regierung übergeben werden könnten.
Das wäre möglich, wenn entsprechende Investoren in Verbindung gebracht würden mit schweren Straftaten oder Drogen- und Terrorismusverbrechen, sagte er. "Es stimmt nicht, dass der Durchschnittsmensch jeden Tag vor Gericht geladen wird," so Gauthier.
Zusätzliche Unruhe entstand, als das Unternehmen am 17. Mai einen Tweet seiner Support-Abteilung löschte. Darin stand: "Technisch gesehen war es immer möglich gewesen, Firmware zu schreiben, die das Extrahieren von Schlüsseln erleichtert." Inwieweit Regierungsbeamte das Recht haben, Seed-Phrases zu sammeln, bleibt abzuwarten.