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Loopring schließt DEX wegen ausbleibender LRC-Adoption

Der Relayer wurde direkt abgeschaltet, Nutzer erhalten ihre verbleibenden Assets zurück. Die Schließung zeigt, wie intensiv der Wettbewerb bei Ethereum Layer 2 und zkEVM inzwischen ist.

Loopring schließt DEX wegen ausbleibender LRC-Adoption

Wichtigste Erkenntnisse

  • Loopring hat seine dezentrale Exchange geschlossen und den Relayer unmittelbar nach der Ankündigung am Sonntag offline genommen.
  • Das Krypto-Unternehmen verweist als Gründe auf geringe Adoption, technische Grenzen des frühen zkRollup-Designs und externen Druck.
  • Nutzer erhalten ihre verbleibenden Assets ohne zusätzliche Kosten zurück; LRC verlor nach den Nachrichten innerhalb von 24 Stunden 4,24 %.

Loopring hat seine dezentrale Exchange (DEX) eingestellt und den Relayer direkt nach der Ankündigung am Sonntag vom Netz genommen. Nach Angaben des Krypto-Unternehmens hat das Projekt trotz seiner frühen Vorreiterrolle als erstes zkRollup auf Ethereum nie genug Nachfrage aufgebaut, um sich als breit genutztes Produkt zu etablieren.

Warum Loopring den Betrieb beendet

Aus Sicht von Loopring lag das Problem nicht nur an der schwachen Adoption, sondern auch an den technischen Grenzen der ursprünglichen Architektur. Als erstes zkRollup verfügte das Projekt über keine Virtual Machine. Dadurch fehlten laut dem Team Composability und echte Zahlungsanwendungen. In einem schnell wachsenden Layer-2-Umfeld sei dieser Nachteil immer schwerer ins Gewicht gefallen, zumal neuere zkEVM-Lösungen vollständig mit Ethereum-Smart-Contracts kompatibel sind.

Hinzu kamen laut Loopring fehlende Business-Development-Aktivitäten sowie externer Druck, darunter die Delistings des nativen Tokens LRC auf großen Krypto-Exchanges. Der Kurs von LRC gab nach den Nachrichten innerhalb von 24 Stunden um 4,24 % auf $0,012 (€0,011) nach, wie die Preisdaten von The Block zeigen.

Rückerstattung ohne zusätzliche Kosten

Loopring teilt mit, dass Nutzer ihre verbleibenden Assets direkt zurückerhalten und das Unternehmen sämtliche Transaktionskosten übernimmt. Merkle Proofs müssen dafür nicht eingereicht werden, was den Ablauf nach Angaben des Teams einfacher und fairer machen soll.

In den kommenden Tagen will Loopring eine vollständige Liste der Endsalden auf Layer 2 veröffentlichen, einschließlich Spot-Beständen und AMM-Positionen. Danach folgt eine zweiwöchige Prüfungsphase. Anschließend plant das Team, das Smart-Contract-Upgrade der Loopring-DEX so anzupassen, dass nur vom Team kontrollierte, auf einer Whitelist stehende Adressen Assets aus Layer 2 verschieben können.

Breiteres Signal für Layer 2

Für europäische Krypto-Anleger zeigt die Schließung, wie intensiv der Wettbewerb im Bereich Ethereum Layer 2 inzwischen geworden ist. Projekte, die früh auf zk-Technologie gesetzt haben, müssen sich heute mit Lösungen messen, die besser zu bestehenden Smart Contracts passen und Entwicklern den Aufbau erleichtern. Loopring ist damit ein Beispiel dafür, wie schnell ein technischer Vorsprung an Bedeutung verlieren kann, wenn die Adoption ausbleibt.


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