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MicroStrategy setzt auf Bitcoin statt Aktienrückkäufe, laut Trump als Alternative

Trump stellt Aktienrückkäufe infrage, während MicroStrategy über Aktienausgaben weiter Bitcoin anhäuft. Die sinkende Prämie macht diese Strategie jetzt allerdings anfälliger.

MicroStrategy setzt auf Bitcoin statt Aktienrückkäufe, laut Trump als Alternative

Wichtigste Erkenntnisse

  • Trump kritisiert Aktienrückkäufe bei Verteidigungsunternehmen und nennt sie eine Scheinmethode, um Kurse ohne echte Produktionsverbesserung nach oben zu treiben.
  • MicroStrategy nutzt stattdessen Aktienausgaben, um Bitcoin zu kaufen, und hält inzwischen mehr als 845.000 BTC.
  • Die Prämie und der Aktienkurs von MicroStrategy sind gefallen, wodurch die Wirkung dieser Strategie schwächer geworden ist.

Präsident Donald Trump hat seine Kritik an Aktienrückkäufen erneut bekräftigt, vor allem bei Verteidigungsunternehmen, und nennt sie eine Scheinmethode, um Aktienkurse zu erhöhen. Gleichzeitig zeigt die Strategie von MicroStrategy, dass es einen anderen Weg zu Wertsteigerungen gibt, nämlich über die Ausgabe neuer Aktien, um Bitcoin zu kaufen.

Kritik an Aktienrückkäufen bei Verteidigungsunternehmen

Trump hat im Januar eine Executive Order unterzeichnet, die große Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin, Northrop Grumman und RTX daran hindert, Aktien zurückzukaufen oder Dividenden auszuschütten, solange sich ihre Produktion nicht verbessert. Seiner Ansicht nach führen Aktienrückkäufe zu einem künstlichen Kursanstieg, ohne dass echte Kapazitäten aufgebaut werden. Er fordert, dass das Geld besser in Fabriken, Ausrüstung und eine schnellere Produktion fließen sollte.

Dieser Ansatz hat die Debatte darüber verstärkt, wie Unternehmen mit ihren eigenen Aktien umgehen. Während Trump auf weniger Aktienrückkäufe setzt, verfolgt MicroStrategy genau die entgegengesetzte Strategie.

MicroStrategys Bitcoin-Modell über Aktienausgaben

Statt Aktien zurückzukaufen, gibt MicroStrategy neue Stamm- und Vorzugsaktien aus, um damit Bitcoin zu kaufen. Das hat zu einem Bestand von mehr als 845.000 BTC geführt, dem größten unter allen börsennotierten Unternehmen. CEO Michael Saylor sieht jede Kapitalrunde als Möglichkeit, die Menge an Bitcoin pro Aktie zu erhöhen.

Diese Vorgehensweise wirkt wie ein Schwungrad: MicroStrategy verkauft Aktien über dem Wert seiner Bitcoins, kauft mehr Bitcoin und erhöht so den Bitcoin-Bestand pro Aktie. Das kann eine Prämie über dem Nettoinventarwert stützen. Allerdings ist diese Prämie im Jahr 2026 gesunken, weil der Bitcoin-Preis bei rund 64.360 Dollar schwankt, also nahe am durchschnittlichen Kaufpreis von MicroStrategy.

Der Aktienkurs hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert, wodurch der Marktwert des Unternehmens bei rund 40 Milliarden Dollar liegt. Wenn die Prämie sinkt, hat die Ausgabe neuer Aktien weniger Wirkung auf den Wert, weil die Verwässerung weniger stark durch Wertsteigerungen ausgeglichen wird.

Relevanz für Anleger und den Kryptomarkt

Die Frage, die sowohl Anleger als auch Aufsichtsbehörden beschäftigt, ist, ob ein Unternehmen tatsächlich Wert schafft oder nur den Aktienkurs manipuliert. Bei MicroStrategy hängt das von der künftigen Kursentwicklung von Bitcoin ab und davon, ob diese die Kostenbasis übersteigen kann, um die Prämie wieder herzustellen.

Diese Strategie zeigt eine Alternative zum klassischen Aktienrückkauf, bei der Wachstum und Bewertung mit Krypto-Beständen verknüpft werden. Für europäische Anleger kann das einen Einblick geben, wie innovative Finanzierungsmodelle über Aktienausgaben und Krypto-Investments die Bewertung von Unternehmen beeinflussen können, vor allem in einem Markt, in dem Regulierung und Kapitalallokation unter Druck stehen.

MicroStrategy bleibt dabei eines der meistbeachteten Beispiele für ein börsennotiertes Unternehmen, das seine Bilanz aktiv für die Bitcoin-Akkumulation einsetzt. In einem aktuellen Update hat Strategy seinen Bitcoin-Bestand erneut über einen Aktienverkauf erhöht, was zeigt, wie sensibel dieses Modell weiterhin auf den BTC-Preis und die Bereitschaft der Anleger zur Mitfinanzierung reagiert.


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