Bitcoin-Transaktionen erreichen dank Runes-Protokoll den höchsten Stand seit zwei Jahren
Die Netzwerkaktivität von Bitcoin schießt auf den höchsten Stand seit zwei Jahren, vor allem wegen des schnellen Aufstiegs von Runes. Was das über Adoption und Tokenisierung auf Bitcoin aussagt, liest du hier.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die Zahl der täglichen Bitcoin-Transaktionen stieg auf über 820.000, den höchsten Stand seit April 2024.
- Der Anstieg fällt mit der starken Nutzung des Runes-Protokolls zusammen, das täglich mehr als 600.000 Runestones verzeichnete.
- Runes nutzt das UTXO-Modell und OP_RETURN, um Tokens auf Bitcoin zu erstellen und zu handeln.
Bitcoin erlebt trotz des weiter laufenden Bärenmarkts einen deutlichen Anstieg der Onchain-Aktivität. Die Zahl der täglichen Bitcoin-Transaktionen ist zuletzt auf über 820.000 gestiegen, den höchsten Stand seit April 2024. Das ist bemerkenswert, weil der Bitcoin-Preis um die 62.000 $ (54.400 €) schwankt, also rund 50 % unter dem Rekord von Oktober vergangenen Jahres liegt, einer Phase, in der die Netzwerkaktivität normalerweise eher nachlassen würde.
Runes-Protokoll treibt die Netzwerkaktivität an
Dieser Anstieg bei den Transaktionen fällt mit einem starken Wachstum bei der Nutzung des Runes-Protokolls zusammen, einem fungiblen Token-Standard, der im April 2024 gestartet wurde. Runes macht es möglich, Tokens direkt auf der Bitcoin-Blockchain zu erstellen und zu handeln, ähnlich wie ERC-20-Tokens auf Ethereum funktionieren. Transaktionen mit Nachrichten des Runes-Protokolls, auch Runestones genannt, sind auf mehr als 600.000 pro Tag gestiegen, ebenfalls ein Rekordwert seit zwei Jahren.
Technische Innovation hinter Runes
Das Runes-Protokoll hebt sich dadurch ab, dass es das bestehende Unspent Transaction Output- oder UTXO-Modell von Bitcoin und den OP_RETURN-Opcode nutzt, um Token-Informationen zu speichern. Das sorgt für eine effizientere und stärker integrierte Art des Token-Managements als frühere Standards wie BRC-20, die Daten auf einzelne Satoshis geschrieben haben. Entwickelt wurde Runes von Casey Rodarmor, bekannt durch das Ordinals-Protokoll, und es hat seitdem in der Bitcoin-Community viel Aufmerksamkeit bekommen.
Relevanz für europäische Krypto-Nutzer
Für europäische Nutzer könnte das Wachstum des Runes-Protokolls auf eine breitere Adoption von Tokenisierung im Bitcoin-Ökosystem hindeuten, was neue Möglichkeiten für das Erstellen und Handeln digitaler Assets auf einer der robustesten Blockchains eröffnet. Diese Entwicklung könnte die Dynamik des Kryptomarkts beeinflussen, vor allem bei Web3-Anwendungen und Token-Standards, die über Ethereum hinausgehen.