Gold, Silber und Bitcoin fallen wegen erwarteter Fed-Zinserhöhungen
Der Markt rechnet mit zwei Zinserhöhungen der Fed, was Gold und Silber unter Druck setzt. Bitcoin bleibt um 100.000 $ auffallend stabil und hebt sich damit von den Edelmetallen ab.

Wichtigste Erkenntnisse
- Gold ist seit Januar 2025 um etwa 28% gefallen und notiert unter 4.000 $ pro Unze.
- Silber hat mehr als die Hälfte seines Werts verloren und fiel am Mittwoch unter 59 $ pro Unze.
- Bitcoin blieb 2025 größtenteils stabil um 100.000 $, während der Markt zwei Fed-Zinserhöhungen vor März 2027 erwartet.
Gold und Silber sind seit ihren Höchstständen im Januar 2025 deutlich gefallen. Gold liegt etwa 28% unter seinem Rekordhoch von 5.600 $ (4.920 €) und wird jetzt unter 4.000 $ (3.510 €) pro Unze gehandelt. Silber hat sogar mehr als die Hälfte seines Werts verloren und fiel am Mittwoch unter 59 $ (52 €) pro Unze. Diese scharfe Korrektur folgt auf wachsende Sorgen über eine straffere Geldpolitik unter dem neuen Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh.
Auswirkungen der Fed-Zinserhöhungen auf Edelmetalle
Die Märkte rechnen derzeit mit zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte vor März 2027, womit der federal funds rate auf 4,00% bis 4,25% steigen würde. Diese Erwartungen werden von neuen Inflationssorgen getrieben. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten beim Halten von nicht verzinslichen Assets wie Gold und Silber. Dazu kommt, dass ein stärker werdender US-Dollar diese Edelmetalle oft zusätzlich unter Druck setzt, was ihren Rückgang erklärt.
Bitcoin bleibt trotz Rückgangs bei Edelmetallen stabil
Im Gegensatz zu Gold und Silber blieb Bitcoin im Jahr 2025 größtenteils stabil um das Niveau von 100.000 $ (87.800 €). Diese Abweichung hat Fragen zur Rolle von Bitcoin innerhalb der sogenannten "debasing trade" aufgeworfen, also der Idee, dass Währungen durch staatliche Politik an Wert verlieren. Während Gold und Silber als klassische Absicherung gegen Währungsabwertung gelten, scheint Bitcoin diese Funktion 2025 weniger deutlich zu erfüllen. Das könnte mit Veränderungen in der Korrelation zwischen Bitcoin und den traditionellen Aktienmärkten zusammenhängen, die 2026 deutlich zurückgegangen ist und auf eine veränderte Dynamik bei der Rolle von Bitcoin in Portfolios hindeutet.
Diese Entwicklungen zeigen, dass Anleger die Rolle von Bitcoin als Schutz vor Inflation und geldpolitischer Schwäche weiter kritisch prüfen, vor allem jetzt, da die Fed ihre Politik anpasst und sich die Marktbedingungen verändern.