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Ondo bringt BlackRock-Portfoliotokens auf die Blockchain

Die Tokens sind für zugelassene Märkte außerhalb der USA gedacht und machen BlackRock-Strategien über Wallets, Exchanges und DeFi übertragbar. Zuvor setzte BlackRock bereits mit BUIDL auf tokenisierte Fonds.

Ondo bringt BlackRock-Portfoliotokens auf die Blockchain

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ondo Finance hat drei Onchain-Portfoliotokens auf Basis von Modellportfolios von BlackRock gestartet.
  • Die Tokens sind für zugelassene Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten gedacht und ermöglichen Minten, Einlösen und Übertragung über Wallets, Exchanges und DeFi.
  • BlackRock baut seine Tokenisierungsstrategie mit mehreren Onchain-Produkten weiter aus, während Ondo mehr Onchain-Portfolios hinzufügen will.

Ondo Finance hat drei Onchain-Portfoliotokens lanciert, die auf Modellportfolios von BlackRock basieren. Die Produkte sind für zugelassene Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten gedacht und erlauben Anlegern, einen einzelnen Token zu minten oder einzulösen, statt die einzelnen Positionen im Korb selbst zu verwalten.

Drei neue Portfoliotokens

Die neuen Produkte heißen Ondo High Income Powered by BlackRock, Ondo Diversified Growth Powered by BlackRock und Ondo High Growth Powered by BlackRock. Laut Ondo sind Bestände, Gewichtungen und jedes Rebalancing onchain sichtbar. Die Tokens sind außerdem zwischen Wallets, Krypto-Exchanges und DeFi-Protokollen übertragbar.

Ondo sagt, dass sich mit dem Aufbau eine komplette Strategie über einen einzigen Token nutzen lässt. Das soll die Verwaltung einfacher machen, als wenn Anleger jede Komponente des Portfolios separat halten oder verschieben müssten. BlackRock betonte dabei, dass es lediglich nondiskretionäre Modellportfoliostrategien auf Basis der Spezifikationen von Ondo liefert und nicht an Tokenisierung, Ausgabe, Vertrieb, Verwahrung oder dem Betrieb der Produkte beteiligt ist.

BlackRock treibt Tokenisierung weiter voran

Die Lancierung passt zu BlackRocks breiterem Schritt in Richtung Tokenisierung. Das Unternehmen brachte im März 2024 bereits den BUIDL-tokenisierten Geldmarktfonds mit Securitize heraus. Diese Fondsstruktur wuchs später zum größten tokenisierten Fonds am Markt heran, mit mehr als 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) an verwaltetem Vermögen, wie aus dem bereitgestellten Kontext hervorgeht.

Auch im August weitete BlackRock seinen Tokenisierungsansatz mit zwei neuen Onchain-Geldmarktprodukten weiter aus, die auf Stablecoin-Reserven ausgerichtet sind. Damit zeigt der Vermögensverwalter, dass es bei Tokenisierung nicht mehr nur um Experimente geht, sondern auch um mehrere Produktlinien, die über Blockchain-Infrastruktur angeboten werden.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptonutzer ist das vor allem deshalb relevant, weil es zeigt, wie traditionelle Vermögensverwalter und Krypto-Infrastruktur weiter zusammenrücken. Ondo richtet sich hier an Anleger außerhalb der USA in zugelassenen Jurisdiktionen und verbindet einen bekannten Namen aus der traditionellen Finanzwelt mit einer Tokenstruktur, die auch in DeFi nutzbar ist. Das könnte für die breitere Diskussion darüber interessant sein, wie sich tokenisierte Anlageinstrumente außerhalb des US-Markts entwickeln.

Ondo sagte außerdem, dass das Unternehmen künftig weitere Onchain-Portfolios hinzufügen will. Die intelligenten Portfoliostrukturen hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Monat angekündigt, während parallel ein separater Konflikt um die Kontrolle über Ondo nach dem Tod des Gründers Nathan Allman im Mai läuft. Laut der früheren Meldung versucht seine Mutter Kathleen Allman, die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen, und will, dass Ian De Bode als CEO entfernt wird. De Bode bezeichnet diese Vorwürfe als unbegründet.


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