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OneCoin-Geldwäscher wird an die USA ausgeliefert

Einer der Mitangeklagten im OneCoin-Skandal wird an die USA ausgeliefert.

OneCoin-Geldwäscher wird an die USA ausgeliefert

Einer der Mitangeklagten im OneCoin-Skandal wird an die USA ausgeliefert. Er wird beschuldigt, Hunderte Millionen US-Dollar gewaschen zu haben. Als weltweit größte Kryptozwendel hat OneCoin eine dunkle Seite in die Geschichtsbücher geschrieben. Investoren haben ungefähr vier Milliarden Dollar durch das betrügerische OneCoin-System verloren. Während das Hauptgenie, Ruja Ignatova, auch bekannt als „CryptoQueen“, weiterhin auf Grundlage eines internationalen Auslieferungsbefehls gesucht wird, hat ein britisches Gericht nun die Auslieferung eines OneCoin-Geldwäschers an die USA genehmigt.

Der Verdächtige, Christopher Hamilton, soll im Auftrag von OneCoin über die Viola Asset Management 105 Millionen US-Dollar gewaschen haben. Die Mittel wurden von Gilbert Armenta, einem Finanzier aus Florida, der Verbindungen zu Ignatova gehabt haben soll, eingezahlt. Die Konten wurden anschließend von Hamilton und dem Compliance-Beauftragten Robert McDonald geprüft. Laut Anklage hätten Hamilton und McDonald auch 32 Millionen Dollar von Armenta gestohlen.

Schwere grenzüberschreitende Straftaten

Der größte Schaden gehe zu Lasten Großbritanniens, argumentierte die Verteidigung, die deshalb eine Auslieferung in die USA verhindern wollte. Laut Richter Rimmer ging es jedoch um eine „schwere grenzüberschreitende Straftat“ und seien die „Interessen der Opfer des OneCoin-Betrugs“ eine globale Angelegenheit. Dadurch hätten „alle Opfer, auch amerikanische, ein Interesse daran, dass diejenigen, die an der Betrug beteiligt sind, verfolgt werden“. McDonald, der sich um seine schwer kranke Frau kümmert, darf im Vereinigten Königreich bleiben. Eine Auslieferung wäre eine ungerechtfertigte Verletzung seiner Menschenrechte angesichts der Situation seines Familienlebens, so das Gericht. Der Fall geht nun an den Staatssekretär für eine endgültige Entscheidung. Hamilton kann weiterhin Berufung einlegen.

OneCoin: Versprechen auf Versprechen

OneCoin war zwischen 2014 und 2016 eine riesige Betrugsmasche, die weltweit Schlagzeilen machte. Investoren wurden Kryptowährungen versprochen, die (nachträglich) nie existierten. OneCoins wurden künstlich geschaffen, Preise manipuliert. Die OneChain-Blockchain soll sogar nie existiert haben. Investoren verloren rund vier Milliarden US-Dollar durch den Betrug – der größte Crypto-Falle aller Zeiten.

Im Jahr 2017 wurde OneCoin von den Behörden zerschlagen, und einige der Verantwortlichen des internationalen Betrugssystems sind seither festgenommen. Doch eine Schlüsselfigur ist noch immer auf freiem Fuß: OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova. Sie war das Gesicht der Organisation, gründete das Unternehmen 2014 in Bulgarien und ist seit 2017 nicht mehr gesehen. Im Juni 2022 setzte das FBI Ignatova auf die Liste der zehn meistgesuchten Kriminellen.


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