Pakistan startet Krypto-Lizenzregime mit Frist bis zum 5. September
Unternehmen müssen sich vor dem 5. September bei PVARA registrieren, andernfalls müssen sie den Betrieb einstellen. Die Regeln unter dem Virtual Assets Act 2026 betreffen auch Custody, Exchanges und Derivate.

Wichtigste Erkenntnisse
- Pakistan gibt Unternehmen für digitale Assets bis zum 5. September Zeit, sich unter seinem neuen Krypto-Regime zu registrieren.
- Unternehmen ohne Antrag auf ein No-Objection Certificate müssen ihre Aktivitäten einstellen.
- Der Virtual Assets Act 2026 stellt 11 Krypto-Aktivitäten unter Aufsicht, darunter Custody, Exchange, Broker-Dealer und Derivate.
Pakistan hat sein neues Krypto-Regime geöffnet und gibt Unternehmen für digitale Assets bis zum 5. September Zeit, sich zu registrieren. Wer keinen Antrag auf ein No-Objection Certificate einreicht, muss den Betrieb einstellen. Damit macht das Land einen klaren Schritt in Richtung formeller Regulierung des Kryptosektors.
Strenge Anforderungen für Unternehmen
Die Virtual Assets Regulatory Authority, kurz PVARA, sagt, dass Lizenzinhaber strenge operative und Sicherheitsstandards einhalten müssen. Dazu gehören unter anderem der Schutz von Kundengeldern, robuste Cybersicherheit, klare Informationsweitergabe und transparente Geschäftsführung.
Die Regeln unter dem Virtual Assets Act 2026 erfassen 11 Arten von Krypto-Aktivitäten. Dazu zählen Custody, Exchange, Broker-Dealer und Derivate. Für Unternehmen bedeutet das, dass nicht nur der Handel, sondern auch die Verwahrung und andere Dienstleistungen unter Aufsicht kommen.
Vom Verbot zur Aufsicht
Das neue Registrierungsverfahren folgt auf einen breiteren Kurswechsel in Pakistan. Im April hob die State Bank of Pakistan das achtjährige Verbot von Bankdienstleistungen für Kryptounternehmen auf, wodurch Banken Konten für lizenzierte Anbieter eröffnen dürfen. Banken dürfen selbst weiterhin nicht in Krypto investieren, damit handeln oder Krypto halten.
Nach Angaben der Behörden passt der Schritt dazu, die formelle Regulierung digitaler Assets weiter voranzubringen. Der Virtual Assets Act 2026, der im März verabschiedet wurde, machte PVARA zur dauerhaften föderalen Aufsichtsbehörde und ersetzte die Übergangsbehörde aus dem Jahr 2025. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang festgelegt, dass nicht lizenzierte Krypto-Aktivitäten mit hohen Geldstrafen und möglicherweise Gefängnisstrafen geahndet werden können.
Pakistan ist damit nicht das einzige Land, das den Sektor über Lizenzen und Aufsicht stärker regulieren will. In Taiwan wurde kürzlich ebenfalls ein Gesetz verabschiedet, das Krypto-Anbieter an Lizenzen, Custody-Anforderungen und harte Sanktionen bindet, wie in dem neuen taiwanesischen Kryptogesetz beschrieben.
Bedeutung für die Region
Für europäische Krypto-Beobachter zeigt Pakistan, wie schnell ein großer Markt von lockerer Praxis zu formeller Aufsicht übergehen kann. Die Kombination aus Bankzugang, Registrierungspflicht und Durchsetzung könnte für Anbieter relevant sein, die international aktiv sind oder Dienstleistungen in mehreren Rechtsräumen anbieten. Der Markt in Pakistan ist zudem groß genug, um dieser Verschiebung zusätzliches Gewicht zu geben, mit schätzungsweise 40 Millionen Nutzern im April 2026.