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Ripple startet RLUSD-Stablecoin in Japan nach FSA-Genehmigung

Über SBI VC Trade ist RLUSD jetzt für japanische Kunden zugänglich, unter dem neuen FSA-Rahmen für regulierte Stablecoins. Der Schritt unterstreicht Ripples Fokus auf Zahlungen und Tokenisierung.

Ripple startet RLUSD-Stablecoin in Japan nach FSA-Genehmigung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ripple hat RLUSD über SBI VC Trade in Japan gestartet, nach der Genehmigung durch die japanische FSA.
  • Neue japanische Regeln erlauben ausländische Stablecoins als regulierte elektronische Zahlungsinstrumente.
  • RLUSD soll Zahlungen, Tokenisierung und Collateral Management innerhalb des japanischen Marktes unterstützen.

Ripple hat seine dollar-gestützte Stablecoin Ripple USD (RLUSD) in Japan gemeinsam mit der SBI Group gestartet, nachdem die japanische Financial Services Agency (FSA) zugestimmt hat. Dadurch können Kunden RLUSD jetzt über die VCTRADE-Plattform von SBI VC Trade nutzen, womit der regulierte Token für institutionelle und private Nutzer in Japan zugänglich wird.

Neue Regeln für Stablecoins in Japan

Am 1. Juni ist in Japan ein neuer regulatorischer Rahmen in Kraft getreten, der ausländischen Stablecoins erlaubt, als regulierte Zahlungsinstrumente zu operieren. Die FSA hat bestimmte ausländische Stablecoins unter dem Payment Services Act als elektronische Zahlungsinstrumente neu eingestuft. Das bedeutet, dass RLUSD jetzt als neuer Instrumententyp unter diese Gesetzgebung fällt, was den Weg für regulierte Stablecoins im japanischen Finanzsystem frei macht.

Diese Änderungen erlauben es ausländischen Stablecoin-Emittenten, Reserve-Assets in Staatsanleihen und Termineinlagen zu halten, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Das soll die Stabilität und Zuverlässigkeit von Stablecoins in Japan erhöhen und zeigt, wie sich Japans Haltung gegenüber digitalen Assets weiterentwickelt.

Strategische Zusammenarbeit und Marktausweitung

Der Start von RLUSD in Japan geht auf ein im August 2025 unterzeichnetes Memorandum of Understanding zurück und baut auf der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Ripple und SBI auf, die schon seit 2016 läuft. Der Schritt passt zu SBIs breiterem Fokus auf XRP in Japan, wobei Ripple in diesem Jahr auch ein Listing auf der Rakuten-Wallet-Plattform bekommen hat. Ripple arbeitet außerdem auch außerhalb Japans am Rollout von RLUSD, unter anderem über Partnerschaften rund um grenzüberschreitende Zahlungen in Afrika.

Laut Jack McDonald, Senior Vice President of Stablecoins bei Ripple, soll RLUSD als Brücke für Zahlungen, Tokenisierung und Collateral Management dienen und so die Verbindung zwischen japanischen Unternehmen und globaler Liquidität stärken. Obwohl die Marktkapitalisierung von RLUSD seit Anfang Juni leicht von einem Höchststand von $1,8 Milliarden (€1,6 Milliarden) auf rund $1,59 Milliarden (€1,4 Milliarden) zurückgegangen ist, ist die Marktkapitalisierung im vergangenen Jahr immer noch um etwa 271% stark gestiegen.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Die Einführung von RLUSD in einem streng regulierten Markt wie Japan könnte auch für europäische Krypto-Anleger und Unternehmen relevant sein. Sie zeigt, wie regulierte Stablecoins in bestehende Finanzsysteme eingebunden werden können, was möglicherweise auch Einfluss auf die Akzeptanz und Regulierung ähnlicher Tokens in Europa haben könnte. Die Entwicklungen in Japan könnten damit ein Hinweis auf künftige Trends im globalen Stablecoin-Markt sein.


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