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Krypto fällt trotz Iran-Abkommen nach hawkishem Fed-Kurs

Die Fed bleibt beim straffen Ton, dadurch fällt Krypto trotz des Iran-Abkommens. Anleger schauen jetzt nach neuen Impulsen für die Richtung.

Krypto fällt trotz Iran-Abkommen nach hawkishem Fed-Kurs

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Kryptomarkt gab am Donnerstag breit nach, obwohl das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran die Aktienmärkte nach oben zog.
  • Bitcoin fiel um 3% auf rund $63.900; Ethereum, XRP und Solana verloren ebenfalls, während Tron leicht zulegte.
  • Die Fed ließ die Zinsen unverändert, klang aber hawkisher, was laut Analysten die Liquidität verringert und Krypto unter Druck setzt.

Der Kryptomarkt zeigte am Donnerstag einen breiten Rückgang, obwohl die Nachricht über ein unterzeichnetes Friedensabkommen zwischen den USA und Iran die Aktienmärkte nach oben trieb. Bitcoin notierte bei rund $63.900 (€55.100), ein Minus von 3% in 24 Stunden, lag auf Wochensicht aber weiter 2% im Plus. Auch andere große Coins wie Ethereum, XRP und Solana verloren mit 3,4%, 3,9% und 3,6%. Tron war mit einem Plus von 0,9% der einzige große Coin, der leicht zulegte.

Fed hält Zinsen unverändert, signalisiert aber Vorsicht

Die Federal Reserve entschied, die Zinsen unverändert bei 3,5% bis 3,75% zu lassen, wie erwartet. Gleichzeitig machte die Notenbank deutlich, dass sie sich stärker um Inflation als um Wirtschaftswachstum sorgt. Das zeigte sich in den angepassten Prognosen, die auf höhere Inflation und ein langsameres Tempo künftiger Zinssenkungen hindeuten. Einige Entscheidungsträger ließen sogar offen, dass die Zinsen noch weiter steigen könnten. Es war die erste Zinssitzung unter Vorsitz von Kevin Warsh, der als Befürworter einer straffen Geldpolitik gilt, um die Inflation einzudämmen.

Eine straffere Geldpolitik bedeutet in der Regel weniger Liquidität an den Finanzmärkten, was risikoreiche Assets wie Krypto unter Druck setzt. Das erklärt teilweise, warum der Kryptomarkt trotz der positiven Iran-Nachrichten trotzdem gefallen ist. Für den Markt passt das in ein breiteres Muster, in dem Bitcoin hinter der weltweiten Liquidität zurückbleibt, während Anleger auf einen klareren Impuls warten.

Iran-Abkommen treibt Aktien, Krypto bleibt zurück

Die Aktienmärkte reagierten dagegen positiv auf die Nachricht, dass Präsident Donald Trump ein vorläufiges Abkommen mit Iran unterzeichnet hat, womit der Konflikt offenbar endet und die Straße von Hormus wieder offen ist. Dadurch stiegen die Futures auf den S&P 500 um 0,9% und die auf den Nasdaq um 1,5%, während der Ölpreis in Richtung $78 (€67) pro Barrel fiel.

Kryptowährungen schienen jedoch vor allem auf die Geldpolitik der Fed zu reagieren und weniger auf geopolitische Entwicklungen. Analysten erwarten, dass Bitcoin vorerst in einer Spanne zwischen $60.000 (€51.800) und $70.000 (€60.400) handeln dürfte, bis ein klarer Katalysator auftaucht. Mögliche Auslöser sind unter anderem neue Regulierung wie der CLARITY Act oder eine weitere Deeskalation im Nahen Osten. Das passt auch zu dem jüngsten Handel rund um die $63.000 (€54.400)-Zone, in der Käufer laut On-Chain-Daten weiter aktiv geblieben sind. Bitcoin sieht starke Kaufaktivität zwischen $59.000 und $67.000 nach jüngstem Rückgang zeigt, warum diese Spanne für Trader wichtig ist.

Was bedeutet das für europäische Kryptoanleger?

Für europäische Anleger kann die Fed-Politik relevant sein, weil sie die weltweite Liquidität und die Risikobereitschaft beeinflusst, Faktoren, die auch den europäischen Kryptomarkt prägen. Die Kombination aus straffer Geldpolitik und geopolitischen Entwicklungen sorgt für ein unsicheres Marktumfeld, in dem sich Kryptopreise zunächst konsolidieren könnten. Es bleibt abzuwarten, ob neue Regulierung oder internationale Spannungen einen Ausbruch aus der aktuellen Preisbildung auslösen können.


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