Ripple-Anwalt vergleicht SEC-Chef mit Filmschurken
Der Ton zwischen Ripple und Gary Gensler wird immer schärfer.

Der Ton zwischen Ripple und Gary Gensler wird immer schärfer. Der Anwalt des Kryptounternehmens hat nun wütend auf einen Tweet des SEC-Chefs reagiert.
Gary Gensler, Vorsitzender der US-Börsenaufsicht SEC, und Ripple-Anwalt Stuart Alderoty werden vermutlich nicht schnell Freunde werden. Alderoty griff einen Tweet des SEC-Chefs auf, um ihn scharf zu kritisieren.
Kritik an dem SEC-Vorsitzenden
Beitrag auf X anzeigen von seiner Rede beim 2023 Securities Enforcement Forum, in der er den ehemaligen SEC-Vorsitzenden Joseph P. Kennedy zitierte: "Wir sind weder Ermittler fairer Geschäfte noch Verteidiger von Betrug. Wir sind Partner fairer Handelns und Ermittler von Unlauterem. Wir werden Vorurteile nicht tolerieren, aber wir werden Untersuchungen durchführen."
Alderoty, Chief Legal Officer von Ripple, verstand den Tweet als Dankeschön und reagierte Beitrag auf X anzeigen. "Die SEC verliert vor Gericht; sie wird von Richtern für ihr dunkles Vorgehen kritisiert; sie wird vom internen Wirtschaftsprüfer der Regierung gerügt; sie verschweigt Informationen zu Treffen mit einem Verbrecher; sie wird international irrelevant. Gensler – der keine Schuld zugibt – ist der isolierte Colonel Jessep geworden".
Damit spielte er auf ein Treffen zwischen Gensler und dem ehemaligen und nun verurteilten Chef der Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, an. Er verglich Gensler auch mit "Colonel Jessep", dem Filmschurken gespielt von Jack Nicholson im Hollywoodfilm "A Few Good Men". Der Tweet erhielt noch einen zusätzlichen Gruss an Gensler: "Entschuldigung an Colonel Jessep für diesen Vergleich".
Rechtsstreit läuft schon seit 2020
Die SEC hatte Ripple im Dezember 2020 wegen mutmaßlich unbefugtem Handel mit Wertpapieren verklagt. Darauf folgten Jahre voller Rechtsstreitigkeiten, unter anderem gegen das Managementteam. Im Oktober ließ die SEC die Anklagen gegen CEO Brad Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen fallen. Das Hauptverfahren ist für April 2024 angesetzt.