Ripple will eigene Stablecoin launchen
Ripple steigt ins Stablecoin-Geschäft ein. Verschiedene US-Medien berichten darüber einhellig und zitieren Quellen des Unternehmens.

Ripple steigt ins Stablecoin-Geschäft ein. Mehrere US-Medien berichten darüber einhellig und zitieren Quellen des Unternehmens. Es wird niemanden überraschen, dass es sich um eine Stablecoin handelt, die in US-Dollar ausgegeben wird. Sie wird 1:1 durch Fiat-Reserven, kurzfristige US-Staatsanleihen und andere liquide Mittel gedeckt. Der Start ist für später in diesem Jahr vorgesehen.
Das Ripple-Netzwerk basiert auf der eigenen XRP-Blockchain und Ethereum. Brad Garlinghouse, CEO von Ripple Labs, erklärte das in einem Interview mit Bloomberg. Garlinghouse fügte hinzu, dass noch nicht entschieden sei, auf welcher Börse die Stablecoin starten wird.
Mit diesem Schritt kämpft Ripple um einen neuen Marktanteil. Tether und Circle dominieren seit Jahren den Stablecoin-Markt. Die Token der beiden Anbieter USDT und USDC machen zusammen fast 90 Prozent der Gesamtkapitalisierung von etwa 150 Milliarden Dollar aus.
Ripple will diese Konzentration jetzt durchbrechen und dabei nicht alleine stehen. Im letzten Jahr stieg ein weiterer Finanzriese, PayPal, in den Stablecoin-Wettbewerb ein. Eine gewagte Entscheidung im Hinblick auf Regulierung. Derzeit gibt es nämlich keine klaren Regeln in Form einer separaten Verordnung in den USA.
Derzeit werden zwei Gesetzesvorschläge in Washington diskutiert: das Stablecoin-Transparency Bill und das Clarity for Payment Stablecoin Act. In beiden Fällen drehen sich die Vorschläge um: erforderliche Zulassungen für Anbieter, Reserven in Fiatwährung und wie Geldwäsche verhindert werden kann.
Der Sektor ist optimistisch, dass bis Jahresende Fortschritte erzielt werden könnten. Das liegt auch daran, dass die USA unter Druck stehen, aufgrund der europäischen Crypto-Verordnung MiCA zu handeln.