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Schiff nennt Trump-Memecoins einen legalen Weg zur Bestechung

Schiff verweist auf den starken Kursrückgang von TRUMP und MELANIA und sieht in den Tokens einen indirekten Weg, um Donald Trump näherzukommen. Die Kritik wächst, während auch SEC, Kongress und die Ethik im Weißen Haus unter Druck stehen.

Schiff nennt Trump-Memecoins einen legalen Weg zur Bestechung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Peter Schiff bezeichnet die Trump-Memecoins TRUMP und MELANIA als legalen Weg zur Bestechung über den Zugang zu Präsident Donald Trump.
  • TRUMP und MELANIA notieren nahe ihren bisherigen Tiefstständen, während viele Holder laut Daten von Nansen im Minus sind.
  • Die Tokens stehen politisch und rechtlich unter Druck wegen hoher Krypto-Einnahmen, der SEC-Einordnung und des vorgeschlagenen MEME Act.

Der Ökonom Peter Schiff hat die Trump-Memecoins TRUMP und MELANIA als legale Form der Bestechung eingeordnet. Aus seiner Sicht kaufen Anleger damit nicht in erster Linie eine ernsthafte Anlage, sondern vor allem die Chance auf Nähe zu Präsident Donald Trump. Gleichzeitig bewegen sich beide Tokens inzwischen nahe ihren bisherigen Tiefstständen.

Schiff nimmt TRUMP ins Visier

In der jüngsten Folge von The Peter Schiff Show verwies Schiff auf den deutlichen Kursverfall beider Tokens. TRUMP wurde am heutigen Tag bei rund $1,71 (€1,50) gehandelt und liegt damit fast 98% unter dem Höchststand von $73,43 (€64) aus dem Januar 2025. MELANIA notierte bei etwa $0,078 (€0,068) und damit mehr als 99% unter dem Rekord von $13,05 (€11). Für viele Käufer bedeutet das inzwischen ein klares Minus auf dem Papier, zumal sich beide Memecoins nur knapp über ihren bisherigen Tiefstständen vom Juni bewegen.

Schiff sagte, dass einige größere Käufer TRUMP nicht als Investment betrachtet hätten, sondern als Möglichkeit, dem Präsidenten näherzukommen. Dabei verwies er auf Veranstaltungen im Weißen Haus für die größten Holder des Tokens. „Du musst ihm nicht direkt Geld geben, kauf einfach seinen Token“, sagte er in der Sendung.

Verluste für viele Holder

Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die Verluste vieler Anleger immer sichtbarer werden. Laut Daten von Nansen, auf die sich The Wall Street Journal beruft, liegt etwa zwei Drittel der Holder von Trumps Meme Coin im Minus. Bei WLFI, einem Token von World Liberty Financial, sitzen zudem rund 85% der Käufer am Sekundärmarkt auf unrealisierte Verluste.

Hinzu kommt das ungünstige Timing. Eine bundesweite Offenlegung zeigte in dieser Woche, dass Trump im Jahr 2025 mehr als $1 Milliarde (€0,9 Milliarden) an Krypto-Einnahmen erzielt hat. Darin hieß es unter anderem, dass CIC Digital rund $636 Millionen (€558 Millionen) an Meme-Coin-Royalties eingenommen hat und World Liberty Financial etwa $515 Millionen (€452 Millionen) über Token-Verkäufe verbuchte. Das verstärkt die Kritik, dass die Trump-Familie mit Krypto große Summen verdient, während viele Privatanleger Verluste hinnehmen müssen.

Politischer und rechtlicher Druck nimmt zu

Die Struktur der Trump-Tokens steht schon länger im Fokus. Im Februar 2025 veröffentlichte die SEC ein Staff Statement, in dem die Aufsichtsbehörde die meisten Memecoins, darunter $TRUMP, nach Bundesrecht nicht als Wertpapiere, sondern eher als Sammlerstücke einordnete. Damit wird ein Teil der Diskussion um das Wertpapierrecht entschärft, die politische Brisanz bleibt jedoch bestehen.

Im selben Zeitraum brachte der Abgeordnete Sam Liccardo den MEME Act ein. Der Vorschlag soll Präsidenten und anderen Spitzenbeamten verbieten, Kryptowährungen auszugeben oder zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Debatte stehen dabei Transparenz und mögliche ausländische Einflussnahme. Für europäische Krypto-Fans zeigt das vor allem, wie schnell Memecoins von einem Internetphänomen zu einem politischen und rechtlichen Thema werden können.


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