SEC will umstrittene Crypto-Vorschrift lockern
Eine in 2022 eingeführte SEC-Vorschrift sorgte für politische Diskussion in den USA.

Eine in 2022 eingeführte SEC-Vorschrift löste politische Diskussionen in den USA aus. Nun will die Behörde die umstrittene Crypto-Klausel lockern.
Die amerikanische SEC will Banken und Maklerfirmen die Möglichkeit geben, die Krypto-Besitzstände ihrer Kunden nicht in die Bilanzen aufzunehmen. Wie Bloomberg berichtet, verweist auf eine Quelle bei der SEC, die mit der Arbeitsweise der Behörde vertraut ist.
Mitarbeiter der Securities and Exchange Commission (SEC) deuten darauf hin, dass eine Lockerung des sogenannten “Staff Accounting Bulletin No. 121” bevorsteht.
Die 2022 von der SEC eingeführte Vorschrift, kurz SAB 121, verlangt, dass börsennotierte Unternehmen die von ihnen verwalteten Kryptowährungen als Verbindlichkeiten in ihren Geschäftsberichten ausweisen. Ein kostenintensiver Prozess, der vor allem kleinere Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Krypto-Dienstleistern benachteiligen würde, so die Kritiker.
Im US-Senat fand im Mai bereits eine Abstimmung statt, bei der parteiübergreifend für die Abschaffung der Klausel gestimmt wurde. Anfang Juni legte Präsident Joe Biden jedoch ein Veto ein: Die Abschaffung würde die umfassenden Befugnisse der SEC in Bezug auf Buchhaltungspraktiken untergraben, so das Argument.
Diese Entscheidung konnten die Abgeordneten am 11. Juli mit einer Zweidrittelmehrheit überstimmen, doch es misslang.
Nun ist die SEC jedoch überzeugt, dass die Richtlinien funktionieren und dass sich Unternehmen angepasst haben, um "Bedrohungen wie Hackerangriffe und Betriebsunterbrechungen für Investoren" abzuwehren.