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Securitize und tZERO geraten wegen Patenten aneinander, während Tokenisierung wächst

Während Tokenisierung schnell mehr institutionelle Aufmerksamkeit bekommt, liefern sich Securitize und tZERO in Delaware einen Streit um Patente rund um Blockchain-Infrastruktur. Das Ergebnis könnte der Branche eine Richtung geben.

Securitize und tZERO geraten wegen Patenten aneinander, während Tokenisierung wächst

Wichtigste Erkenntnisse

  • Securitize hat in Delaware eine Klage eingereicht, um feststellen zu lassen, dass es keine Patente von tZERO verletzt.
  • tZERO wirft Securitize vor, Patente rund um tokenized securities, digitale Assets und Blockchain-Handelsinfrastruktur zu verletzen.
  • Tokenisierung wächst stark, das Interesse großer Finanzinstitute nimmt zu und der Markt könnte bis auf Billionen Dollar anwachsen.

Zwei führende Unternehmen aus der Tokenisierungsbranche, Securitize und tZERO, sind in einen Rechtsstreit um Patente geraten. Das passiert zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche, die sie mit aufgebaut haben, immer mehr die Aufmerksamkeit institutioneller Investoren an der Wall Street auf sich zieht.

Patente und Vorwürfe in der Tokenisierung

Securitize hat kürzlich beim amerikanischen Gericht in Delaware Klage eingereicht, um eine Feststellung zu bekommen, dass es keine Patente des Konkurrenten tZERO verletzt. Der Schritt folgt auf ein Abmahnschreiben von tZERO, in dem Securitize vorgeworfen wird, mehrere Patente zu verletzen, die sich auf Blockchain-basierte Infrastruktur für Wertpapiere beziehen.

Im Kern geht es um Patente, die Systeme zur Einhaltung von Vorschriften bei tokenized securities, Technologie für die Ausgabe und Rücknahme digitaler Assets sowie Blockchain-Handelsinfrastruktur schützen. tZERO sagt, dass unter anderem Securitizes DS Protocol und Vault Registrar gegen ihre Patente verstoßen, die selbstdurchsetzende Compliance-Kontrollen und Integrationssysteme für Krypto umfassen. Außerdem prüft tZERO mögliche Verstöße durch andere Unternehmen aus dem Bereich Tokenisierung und institutionelle Krypto-Infrastruktur.

Wachstum und institutionelle Adoption von Tokenisierung

Tokenisierung macht es möglich, Eigentumsrechte an traditionellen Assets wie Aktien, Anleihen und Immobilien in Tokens auf einer Blockchain umzuwandeln. Diese Entwicklung gilt als ein Weg, die Kapitalmärkte zu modernisieren, indem Ausgabe, Abwicklung und Eigentumsnachverfolgung effizienter werden.

Große Finanzinstitute wie BlackRock, JPMorgan, Nasdaq und die New York Stock Exchange setzen immer stärker auf Tokenisierung. Securitize arbeitet unter anderem mit BlackRock, Apollo und VanEck zusammen und hat kürzlich eine Vereinbarung mit der NYSE geschlossen, um Infrastruktur für den Handel mit tokenisierten Aktien zu entwickeln. tZERO, das seit 2014 aktiv ist und ein umfangreiches Patentportfolio besitzt, entwickelt außerdem die tZERO Chain, eine Blockchain für die regelkonforme Tokenisierung verschiedener Assets.

Marktanalysen sagen ein starkes Wachstum des Tokenisierungsmarkts voraus. So wird erwartet, dass der Marktwert bis 2030 auf 5 Billionen Dollar steigen könnte und bis 2033 sogar auf fast 19 Billionen Dollar. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Technologie ist, und erklären mit, warum der Patentstreit zwischen diesen Vorreitern so hart geführt wird.

Relevanz für europäische Krypto-Investoren

Die Entwicklungen rund um Tokenisierung und die juristischen Konflikte zwischen großen Akteuren wie Securitize und tZERO könnten auch für europäische Investoren wichtig sein. Das wachsende institutionelle Interesse und die technologischen Innovationen bei tokenized securities könnten auf eine breitere Adoption und Regulierung dieses Markts hindeuten, was möglicherweise Auswirkungen auf europäische Krypto-Infrastrukturen und Regulierung haben kann. Der Konflikt macht außerdem deutlich, wie wichtig geistiges Eigentum in einer sich schnell entwickelnden Branche ist.


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