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Senat begrenzt Trumps Iran-Kriegsbefugnisse, Bitcoin reagiert kaum

Der Senat bremst Trumps Iran-Befugnisse aus, doch Bitcoin bleibt fast völlig unbeeindruckt. Was treibt den Kurs dann wirklich?

Senat begrenzt Trumps Iran-Kriegsbefugnisse, Bitcoin reagiert kaum

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der US-Senat hat mit 50-48 Stimmen eine Resolution angenommen, die Trumps Kriegsmacht gegen Iran begrenzt.
  • Bitcoin blieb fast unverändert und handelte bei rund $62.667, trotz der politischen Wirkung der Abstimmung.
  • Der BTC-Rückgang hängt vor allem mit ETF-Abflüssen und der zurückhaltenden Zinspolitik der Federal Reserve zusammen.

Der US-Senat hat am Dienstag einen historischen Schritt gemacht und mit einer knappen Mehrheit von 50-48 Stimmen eine Resolution angenommen, die die Kriegsmacht des ehemaligen Präsidenten Trump gegen Iran begrenzt. Trotz der politischen Wirkung dieser Abstimmung blieb der Kurs von Bitcoin (BTC) fast unverändert, was zeigt, dass der Kryptomarkt aktuell stärker auf seine eigene Dynamik als auf geopolitische Entwicklungen reagiert.

Begrenzung der Kriegsmacht und Marktreaktion

Die angenommene War Powers Resolution ist die erste ihrer Art, die beide Kammern des US-amerikanischen Kongresses passiert. Diese Resolution, die an den War Powers Act von 1973 anknüpft, soll den Präsidenten daran hindern, militärische Mittel ohne Zustimmung des Kongresses einzusetzen. Obwohl sich vier Republikaner den Demokraten beim Ja-Votum anschlossen, bleibt es eine Concurrent Resolution, die dem Präsidenten nicht zur Unterzeichnung vorgelegt wird und deshalb keine Gesetzeskraft hat.

Die Abstimmung folgt auf einen zuvor erreichten Waffenstillstand zwischen den USA und Iran, der bereits zu einer Stabilisierung der Ölpreise und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus geführt hatte. Börsen und Ölpreise hatten schon früher auf diese Nachricht reagiert, weshalb die Wirkung der Senatsabstimmung auf die Finanzmärkte begrenzt blieb. Der S&P 500 zeigte kaum Bewegung, während Öl nach früheren Verlusten leicht zulegte.

Bitcoins Kurs folgt einem eigenen Muster

Bitcoin wurde am Mittwoch bei rund $62.667 gehandelt, ein Rückgang von etwa 2,5 % innerhalb von 24 Stunden. Diese Bewegung wird vor allem auf Krypto-spezifische Faktoren zurückgeführt, etwa auf eine Rekordserie von 13 aufeinanderfolgenden Tagen mit Abflüssen von rund $4,4 Milliarden (€3,9 Milliarden) aus US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs seit Anfang Juni. BlackRocks IBIT-Fonds, der größte seiner Art, verzeichnete seine schwächste Woche überhaupt mit fast $980 Millionen (€860 Millionen) an Abflüssen.

Auch die Zurückhaltung der Federal Reserve bei Zinssenkungen belastet Bitcoin zusätzlich. Aktuell notiert BTC bei etwa der Hälfte seines Rekordhochs von $126.000 (€110.600) im Oktober. Diese Entwicklungen zeigen, dass Bitcoin derzeit stärker auf Liquidität und Zinspolitik reagiert als auf geopolitische Ereignisse. Der jüngste Rückgang auf $62.300 zeigt, dass die Coin vor allem mit der breiteren Risikostimmung und Liquidationen im Kryptomarkt mitläuft. Dieses Muster ist nicht neu, denn auch bei früheren Konflikten, etwa bei der russischen Invasion in der Ukraine 2022, fiel Bitcoin zeitweise zusammen mit dem Aktienmarkt, statt als sicherer Hafen zu fungieren.

Relevanz für europäische Kryptobelegger

Für europäische Anleger kann diese Lage ein Hinweis darauf sein, dass Bitcoin und ähnliche Krypto-Assets immer stärker in die breiteren Finanzmärkte eingebunden werden. Die jüngste Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA hat zu einer stärkeren Korrelation zwischen Bitcoin und traditionellen Aktienindizes wie dem S&P 500 geführt. Dadurch könnten geopolitische Ereignisse weniger direkten Einfluss auf die Kryptokurse haben als früher, während makroökonomische Faktoren und institutionelle Anleger eine größere Rolle spielen.

Das bedeutet, dass europäische Kryptobelegger die Entwicklungen in der US-Finanzregulierung und der Zinspolitik genau im Blick behalten sollten, da diese Faktoren die Marktbewegungen von Bitcoin und verwandten ETFs wahrscheinlich stärker beeinflussen werden als politische Spannungen wie die zwischen den USA und Iran.


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