Solana bei rund 106 Dollar, während Alpenglow und ETF-Abflüsse gegeneinanderlaufen
Die Spot-SOL-ETF-Ströme drehen ins Negative, während das Alpenglow-Upgrade die Finalität auf Solana beschleunigen soll. Gleichzeitig wächst die Adoption tokenisierter Assets im Netzwerk weiter.

Wichtigste Erkenntnisse
- Solana handelt bei rund 106 Dollar, nachdem der Kurs seit Ende September um etwa 15% gefallen ist, während sich im Tageschart ein mögliches Head-and-Shoulders-Muster abzeichnet.
- Die ETF-Ströme drehten sich von mehr als 200.000 SOL Zufluss pro Tag auf etwa minus 40.000 SOL pro Tag, laut Glassnode.
- Die Netzwerkadoption wächst weiter, und das Alpenglow-Upgrade ist für heute geplant, mit schnellerer Finalität sowie Änderungen am Validator- und Abstimmungsmodell.
Solana (SOL) handelt bei rund 106 Dollar (95 Euro), nachdem der Kurs seit dem Hoch von Ende September um etwa 15% gefallen ist. Im Tageschart zeichnet sich ein mögliches Head-and-Shoulders-Muster ab, wodurch 80 Dollar (71 Euro) als nächste wichtige Zone in den Fokus rücken. Gleichzeitig zeigt die Aktivität im Netzwerk ein anderes Bild, mit wachsender Adoption und einem Upgrade, das heute auf dem Plan steht.
Tageschart warnt
Der Tageschart von Solana zeigt weiterhin höhere Hochs und höhere Tiefs. Dennoch könnte sich innerhalb dieser Aufwärtsstruktur ein bärisches Head-and-Shoulders-Muster bilden. Die linke Schulter lag Ende August bei rund 111 Dollar (99 Euro), während der Kopf Ende September bei 125 Dollar (111 Euro) lag, nachdem Verkäufer den Kurs an dem Widerstand bei rund 120 Dollar (107 Euro) abgewiesen hatten.
Die rechte Schulter könnte sich am 0,618-Fibonacci-Niveau bei etwa 115 Dollar (103 Euro) bilden. Das seit August nachlassende Handelsvolumen passt zu diesem schwächeren Bild. Ein täglicher Schlusskurs unter der Nackenlinie bei rund 100 Dollar (89 Euro) würde das Muster bestätigen. Dann rückt die Unterstützungszone bei rund 80 Dollar (71 Euro) in den Fokus, etwa 25% unter dem aktuellen Kurs.
ETF-Geld fließt ab
Die schwächere kurzfristige Entwicklung fällt mit einer Kehrtwende bei den ETF-Strömen zusammen. Laut Glassnode lagen die Zuflüsse in US-Spot-SOL-ETFs zuvor noch über 200.000 SOL pro Tag auf 7-Tage-Basis. Diese Spitzen fielen mit den Bewegungen in Richtung der linken Schulter und des Kopfes zusammen, doch Anfang Oktober drehte der Trend nach der Zurückweisung an den höheren Niveaus.
Seitdem ist der 7-Tage-Durchschnitt auf etwa minus 40.000 SOL pro Tag gefallen, was rund 4,2 Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro) entspricht. Das ist der tiefste negative Stand des Jahres 2026. Für europäische Leser ist das relevant, weil es zeigt, wie schnell sich die institutionelle Nachfrage drehen kann, selbst wenn die Netzwerkaktivität selbst weiter wächst.
Adoption und Upgrade wachsen weiter
On-Chain baut Solana derweil weiter aus. Der Wert tokenisierter Real-World Assets ohne Stablecoins liegt bei rund 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) und hat sich seit Anfang Mai etwa verdoppelt. Das liegt trotz der Korrektur bei SOL noch knapp unter dem Hoch von Ende September. Zu den Emittenten zählen BlackRock und State Street, während Solana außerdem meldet, dass 1,4 Millionen Adressen tokenisierte Aktien im Netzwerk halten.
Hinzu kommt heute das Alpenglow-Upgrade. Es ist für den 21. Oktober 2026 geplant und soll die Transaktionsfinalität von etwa 12,8 Sekunden auf rund 150 Millisekunden verkürzen. Validatoren müssen dafür auf Agave 4.3.0 umsteigen. Das Upgrade ersetzt außerdem das bisherige Abstimmungsmodell und führt eine feste Zugangsgebühr pro Epoch ein, doch die wichtigste Frage für den Markt bleibt vorerst, wie sich der Kurs um 100 Dollar (89 Euro) und 115 Dollar (103 Euro) verhält. Ein Schlusskurs unter 100 Dollar (89 Euro) würde die bärische These verstärken, während ein Ausbruch über 130 Dollar (116 Euro) das Bild wieder drehen könnte.