Gestohlenes iPhone in London führt zu Krypto-Verlusten von 14.000 Dollar
Der Diebstahl verschaffte Kriminellen Zugriff auf MetaMask, Bybit und Banking-Apps und führte auch zu unautorisierten Kartenzahlungen und eToro-Positionen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Ein gestohlenes iPhone in London kostete den ehemaligen Krypto-Manager Magnus Ahmad rund 14.000 Dollar an Verlusten in Krypto, Kartenzahlungen und Handel.
- Diebe erhielten innerhalb weniger Stunden Zugriff auf seine Wallets, Zahlungskonten, sein Uber-Konto und eToro, wo sie gehebelte Positionen eröffneten.
- Ahmad warnt Krypto-Nutzer davor, Konten sofort zu sichern, Geräte aus der Ferne zu sperren und Banken sowie Anbieter umgehend zu informieren.
Ein gestohlenes iPhone in London hat beim ehemaligen Krypto-Manager Magnus Ahmad zu Schäden von rund 14.000 Dollar geführt, nachdem Diebe innerhalb weniger Stunden Zugriff auf seine Krypto-Wallets, Handelskonten und Zahlungskonten erhielten. Der Fall zeigt, wie schnell aus einem scheinbar gewöhnlichen Straßenraub ein breiteres Sicherheitsproblem für Krypto-Nutzer werden kann.
Wie der Diebstahl ablief
Ahmad war Anfang August gerade in London angekommen und mit alten Freunden unterwegs, als er vor einer Bar in Hackney einem Fremden sein entsperrtes iPhone gab. Er dachte, der Mann wolle seine Nummer eingeben, doch Sekunden später schnappte sich ein zweiter Mann das Gerät und rannte davon. Ahmad nahm die Verfolgung auf, kehrte später aber zur Bar zurück, damit die Polizei gerufen werden konnte.
Nach seiner Rekonstruktion begann der Schaden schnell. Gegen 1:53 Uhr wurde Krypto aus seiner MetaMask-Wallet verschoben und umgewandelt. Auch seine Phantom- und Bybit-Konten wurden angegriffen. Später folgten sechs unautorisierte Kartenzahlungen, darunter Einkäufe bei Costcutter. Außerdem erhielten die Diebe Zugriff auf sein Uber-Konto und sein eToro-Konto, wo sie gehebelte Krypto-Positionen mit einem Exposure von fast 44.000 Dollar (39.400 Euro) eröffneten. Das führte zu zusätzlichen Kosten und Verlusten.
Warum das Krypto-Nutzer betrifft
Ahmad schätzt seinen Gesamtschaden auf rund 14.000 Dollar (12.500 Euro), davon etwa 9.500 Dollar (8.500 Euro) in Krypto, fast 3.000 Dollar (2.690 Euro) durch unautorisierte Kartentransaktionen und mehr als 800 Dollar (716 Euro) an Verlusten und Kosten über eToro. Seine größeren Bankguthaben und anderen Krypto-Bestände blieben unberührt, nachdem er Karten sperren und einige Konten zurückerlangen konnte.
Der Fall passt in eine breitere Welle von Krypto-bezogenen Diebstählen und Scams. Im Jahr 2026 gingen laut Branchendaten bereits mehr als 1,27 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) durch Krypto-Hacks und Scams in 249 Vorfällen verloren. Das unterstreicht, wie verwundbar ein Smartphone sein kann, wenn es Zugriff auf Wallets, E-Mails, Banking-Apps und Handelsplattformen bietet.
Lehre für die mobile Sicherheit
Ahmad sagt, dass er im Nachhinein vor allem bereut, dem Täter hinterhergelaufen zu sein, statt seine Konten sofort auf einem anderen Gerät zu sichern. Er rät Krypto-Nutzern, sich umgehend bei Apple- oder Google-Konten anzumelden, das Gerät aus der Ferne zu sperren und Banken sowie Mobilfunkanbieter sofort zu informieren.
Seine Erfahrung zeigt auch, dass ein gestohlenes Telefon mehr enthalten kann als nur ein Gerät. Auf seinem iPhone befanden sich unter anderem Fotos von Ausweisdokumenten, was später zusätzliches Risiko für Identitätsbetrug auslösen kann. Für Krypto-Nutzer ist das ein weiterer Grund, nicht nur auf die Hardware zu schauen, sondern vor allem darauf, was ein Dieb über dieses Gerät öffnen kann. Bereits ein Datenleck mit Pässen und Bitcoin-Daten zeigte, wie schnell Identitätsinformationen in zusätzliche Risiken für Krypto-Konten münden können.