Strive kauft 1.355 Bitcoin und hält mehr Cash zurück
Der an der Nasdaq notierte Treasury-Akteur finanzierte den Kauf über neue Aktien und SATA-Vorzugsaktien. Gleichzeitig stieg die Kassenposition, während die Bitcoinreserve auf 26.355 BTC kletterte.

Wichtigste Erkenntnisse
- Strive kaufte zwischen dem 14. und 18. September 1.355 Bitcoin für rund 107,7 Millionen Dollar und erhöhte die Gesamtreserve auf 26.355 BTC.
- Der Kauf wurde über neue Emissionen von 2,07 Millionen Klasse-A-Aktien und 786.194 SATA-Vorzugsaktien finanziert, während die Kassenposition auf 229,6 Millionen Dollar stieg.
- Die Aktie ASST legte am Freitag um 6,4 % auf 30,09 Dollar zu, notiert aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor einem Jahr und dem Hoch nach dem Börsengang.
Strive hat in der Woche vom 14. bis 18. September erneut Bitcoin gekauft und gleichzeitig mehr Geld in der Kasse behalten. Das an der Nasdaq notierte Unternehmen nahm 1.355 BTC für rund 107,7 Millionen Dollar (93,7 Millionen Euro) auf, während die Kassenposition von 204,2 Millionen Dollar (178 Millionen Euro) auf 229,6 Millionen Dollar (200 Millionen Euro) stieg. Damit erhöhte sich die gesamte Bitcoinreserve auf 26.355 BTC.
Wie Strive das finanziert
Der Kauf wurde mit neu eingeworbenem Kapital bezahlt. Strive gab in derselben Woche 2,07 Millionen Klasse-A-Aktien aus und platzierte zusätzlich 786.194 SATA-Vorzugsaktien. Laut der Quelle brachte diese SATA-Emission rund 78,6 Millionen Dollar (68,4 Millionen Euro) ein. Das Unternehmen zahlte im Schnitt 79.475 Dollar (69.200 Euro) pro Bitcoin für diese neue Tranche, deutlich unter dem eigenen durchschnittlichen Kaufpreis, der im niedrigen bis mittleren Bereich von 90.000 Dollar (78.300 Euro) liegt.
Der Mechanismus ist einfach: Strive beschafft sich Geld über Aktien und Vorzugsanteile und tauscht es anschließend in Bitcoin um. Das passt zu einem breiteren Trend, bei dem börsennotierte Bitcoin-Treasury-Unternehmen ihre Bilanz mit neuen Emissionen weiter ausbauen. Gleichzeitig führt dieses Modell zu Verwässerung und zu laufenden Dividendenverpflichtungen auf die Vorzugsanteile. Auch die Beliebtheit von SATA zeigt, wie wichtig Vorzugsfinanzierungen in diesem Markt inzwischen geworden sind.
Strive im Vergleich zu anderen Treasury-Unternehmen
Der neue Kauf ist Teil einer Reihe von fünf gemeldeten Kaufwellen, zusammen im Umfang von 6.109 BTC. Innerhalb einer Woche stieg die Reserve von genau 25.000 auf 26.355 BTC. Strive liegt laut der Quelle auf Platz fünf unter börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz. Strategy führt diese Liste an und kaufte am selben Montag noch einmal 950 BTC hinzu.
Auch insgesamt hat sich das Treasury-Modell inzwischen fest etabliert. Öffentliche Unternehmen halten 2026 zusammen mehr als 1,2 Millionen BTC, was rund 6 % des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht. Das macht die Finanzierungsentscheidungen von Akteuren wie Strive relevant für den Kryptomarkt, zumal ihre Käufe direkt von der Nachfrage nach neuen Aktien und Vorzugsanteilen abhängen.
Was Anleger an ASST sehen
Anleger reagierten auch auf die Aktie ASST. Sie schloss am Freitag bei 30,09 Dollar (26 Euro), ein Plus von 6,4 % in dieser Sitzung und rund 104 % über den 14,73 Dollar (13 Euro) von vor einem Monat. Dennoch liegt die Aktie weiterhin etwa 61 % unter dem Niveau von vor einem Jahr und mehr als 90 % unter dem Hoch von fast 355 Dollar (309 Euro) kurz nach dem Börsengang.
Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem interessant, dass solche Unternehmen Bitcoin nicht nur als Reserve kaufen, sondern auch als Finanzierungsquelle nutzen. Das kann Kapital anziehen, solange der Markt mitspielt, macht das Unternehmen aber auch abhängig von einer anhaltenden Nachfrage nach neuen Emissionen. Wenn diese Nachfrage nachlässt, wird sichtbar, wie anfällig das Modell sein kann.