Telegram arbeitet an einer Krypto-Börse
Angesichts der zunehmenden Zentralisierung im Kryptoraum will Telegram seine eigene dezentrale Krypto-Handelsplattform entwickeln und so den Kurs für die Zukunft bestimmen.

Angesichts der zunehmenden Zentralisierung im Kryptoraum will Telegram seine eigene dezentrale Krypto-Handelsplattform entwickeln und so den Kurs für die Zukunft setzen.
Weltweit nutzen 700 Millionen Menschen Telegram. Die WhatsApp-Alternative hat damit in sechs Jahren ein exponentielles Nutzerwachstum von ca. 1.400 Prozent verzeichnet. Dieser Anstieg ist – zumindest teilweise – auf die explosive Verbreitung von Kryptowährungen in den vergangenen Jahren zurückzuführen. Inzwischen genießen immer mehr Krypto-Begeisterte die dezentrale Unternehmensstruktur des Instant-Messenger-Dienstes. Telegram reagiert auf diese Aufmerksamkeit: Während sein internes Blockchain-Marktplatz bereits gestartet ist, arbeitet das Unternehmen an einer dezentralen Swap- und Wallet-Lösung.
Dezentrale Swap- und Wallet-Produkt
Pavel Durov, CEO von Telegram, ist wütend auf FTX: "Der Blockchain-Marktplatz wurde auf das Versprechen der Dezentralisierung aufgebaut, geriet aber in die Hände weniger, die ihre Macht missbrauchten." Der CEO ruft seine Entwickler dazu auf, Forschungen zu schnellen und benutzerfreundlichen dezentralen Anwendungen für die Masse anzustellen.
Der nächste Schritt von Telegram ist die Entwicklung dezentraler Tools. Ein erster Vorschlag sind sogenannte "Non-Custodial Wallets". Dadurch sollen die Fehler von "Überzentralisierung" korrigiert werden, heißt es im Bericht. Durov hat noch kein konkretes Konzept vorgestellt.
Telegram: eine Kryptoplattform?
Eine interne Kryptowährung, eine florierende Krypto-Marktplatz und die Möglichkeit, Bitcoin und Co direkt in der Messenger-App zu handeln. Kurz gesagt, das Telegram-Ökosystem ist ein Paradies für viele Krypto-Anleger.
Bisher scheint dieses Konzept zu funktionieren: Laut Durov wurden auf dem Marktplatz innerhalb eines Monats Telegram-Benutzernamen im Wert von 50 Millionen Dollar verkauft. @Doge beispielsweise wurde für 500.000 Dollar gehandelt. Es bleibt abzuwarten, wie weit sich die Messaging-App und Gründer Durov im Kryptoraum wagen werden. Es scheint jedoch unvermeidlich, dass Telegram in der Zukunft noch mehr Nutzer erwarten kann.