Finst

Die fünf wichtigsten Fragen zur Ethereum 2.0 Merge

Wie können Anleger vom Proof-of-Stake profitieren?

Die fünf wichtigsten Fragen zur Ethereum 2.0 Merge

Wie können Anleger vom Proof-of-Stake profitieren? Wird Ethereum nach der Fusion zum weltweiten Netzwerk werden? Und wie steht es um den Energieverbrauch?

Proof of Work wird bald Geschichte für Ethereum sein; das Netzwerk ist auf dem Weg zur Fusion. Dabei handelt es sich um den Übergang zu Proof of Stake. Das lange erwartete Upgrade soll voraussichtlich am 15. September stattfinden. Wir erläutern dir vorab die fünf wichtigsten Fragen.

Hat die Ethereum Merge Auswirkungen auf den Energieverbrauch von Ethereum?

Proof of Work verbraucht viel Energie, das ist ein offenes Geheimnis. Der Beweis der Arbeit beruht auf Rechenleistung. Wer mehr beiträgt, erhöht die Chance, einen Block zu verarbeiten und so die Einnahmen zu erzielen.

Ein hart umkämpfter Markt: Mit den Preissteigerungen am Kryptomarkt ist Mining zunehmend rentabel geworden. Die Rechenleistung des Netzwerks (Hashrate) ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Laut Digiconomist verbrauchen beide Netzwerke derzeit zusammen so viel Strom wie Australien.

Die Fusion wird dem Mining auf Ethereum ein Ende setzen. Anstatt zu minen, sichern Validatoren künftig das Netzwerk durch das Staken von Ether. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz, der Verbrauch soll um schätzungsweise 99,95 Prozent sinken.

2. Steigt die Skalierbarkeit?

Auch das ist kein Geheimnis: Ethereum hat ein Skalierungsproblem. Mit einer Verarbeitungsleistung von rund 15 Transaktionen pro Sekunde bleibt die Performance hinter den Anforderungen des größten Smart-Contract-Plattform zurück. Das Defizit kommt immer dann zum Vorschein, wenn Transaktionsforderungen in die Höhe schießen und damit auch die Transaktionskosten.

Die schlechte Nachricht: Die Konsensusänderung selbst verändert zunächst nichts. Die gute Nachricht: Die Fusion ebnet den Weg für spätere Skalierungslösungen.

Nach dem Upgrade wird der Fokus der Ethereum-Entwicklung auf die Integration sogenannter Layer-2-Lösungen liegen. Das sind Sidechains, die Transaktionen auslagern und bündeln an Ethereum übermitteln. So wird das Netzwerk in der Lage sein, Tausende Transaktionen zu verarbeiten statt nur 15. Die Lösungen werden für kommendes Jahr erwartet.

Wie können Anleger von Ethereum 2.0 profitieren?

Anleger können vom Staking profitieren. Das ist die Möglichkeit, Rendite auf eingezahltes Ether zu verdienen. Selbst mit kleinen Beträgen lässt sich indirekt am Netzwerk-Hashing verdienen.

Der Zulassungssatz für Validatoren liegt derzeit auf Ethereum hoch, nämlich 32 Ether. Das entspricht umgerechnet rund 60.000 US-Dollar. Kleinere Anleger können Kapitaleinlagen über Staking-Pools bündeln und so mit weniger Mitteln Ether staken. Investoren legen ihre Tokens fest und erhalten eine jährliche Rendite (APY) für das Zur-Verfügung-Stellen davon, berechnet auf Basis der investierten Tokens. Die Gewinne liegen im Durchschnitt unter einem vollwertigen Validierungsknoten. Andererseits sind die Kosten auch deutlich niedriger. Proof of Stake ermöglicht daher auch Kleinanlegern eine finanzielle Teilnahme am Schutz der Blockchain.

4 Wird Ethereum jetzt dezentraler?

Ein klares Ja: Da Validatoren mit höherem Einsatz auch größere Gewinnchancen haben, neigt Proof of Stake dazu, vermögendere Netzwerkteilnehmer zu bevorzugen. Einerseits verringert dies den Grad der Dezentralisierung. Andererseits fördert Proof of Stake auch die Netzteilnahme zu günstigeren Konditionen als beispielsweise Proof of Work.

Die Teilnahme am Proof of Work geht mit hohen Kosten einher: Anschaffung, Betrieb und Wartung von Mining-Computern. Privatanleger sind im Laufe der Jahre aus dem Sektor verdrängt worden. Der Sektor wird derzeit von einigen großen Akteuren monopolisiert. Zudem haben große Miner mit höherer Hashrate auch einen Konkurrenzvorteil beim Proof of Work.

Mit Proof of Stake fallen jedoch keine weiteren Kosten an, abgesehen von der eigentlichen Einsatzzahl. Der Zugang ist inklusiver, und die Sicherheit wird breiter getragen als zuvor. Das erhöht wiederum den Dezentralisierungsgrad durch das Proof of Stake.

5 Wird Ethereum 2.0 eine „Weltcomputer“ werden mit Proof of Stake?

Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit, finanzielle Inklusion, Dezentralisierung: Mit dem Konsensuswechsel ist Ethereum auf gutem Weg, die Vision der „Weltcomputer“ Wirklichkeit werden zu lassen. Dahinter steckt die Idee einer weltweit nutzbaren Smart-Contract-Plattform, die von allen genutzt werden kann. Ob es um dezentrale Anwendungen (dApps), NFTs, DeFi-Transaktionen oder Überweisungen geht.

Die Integration von Skalierungslösungen ist ein entscheidendes Puzzleteil. Nur mit dauerhaft niedrigen Gebühren und höherer Verarbeitungsleistung kann Ethereum sein Versprechen der Weltcomputer erfüllen.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.