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Britischer Krypto-Trader sagt, Opfer eines gewaltsamen Überfalls geworden zu sein

Der Fall unterstreicht, dass Self-Custody keinen Schutz vor physischem Zwang bietet. Chainalysis sieht zudem einen Anstieg sogenannter Wrench Attacks, auch in Europa.

Britischer Krypto-Trader sagt, Opfer eines gewaltsamen Überfalls geworden zu sein

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ein anonymer britischer Krypto-Trader sagt, bei einem gewaltsamen Einbruch fast 800.000 Dollar an Krypto verloren zu haben.
  • Die Angreifer sollen ihn unter Waffengewalt festgehalten und ihn gezwungen haben, Krypto aus einer Hot Wallet und einer Ledger Wallet zu übertragen.
  • Der Artikel verweist auf ein wachsendes Risiko physischer Gewalt für Krypto-Besitzer, zusätzlich zu digitalen Angriffen wie Hacks und Phishing.

Ein anonymer Krypto-Trader im Vereinigten Königreich sagt, er habe fast 800.000 Dollar (715.000 Euro) an Krypto verloren, nachdem bewaffnete Eindringlinge in sein Haus eingedrungen waren und ihn zwangen, digitale Assets an eine bestimmte Wallet zu senden. Der Fall zeigt, dass Self-Custody und Verschlüsselung nicht ausreichen, um physischen Zwang zu verhindern.

Wie der Überfall ablief

Der Trader, der auf X unter dem Pseudonym „realist“ schreibt, sagt, die Angreifer hätten ihn unter Waffengewalt festgehalten, sein Telefon zerstört und ihn gezwungen, etwa 40.000 Dollar (35.800 Euro) aus einer Hot Wallet und 720.000 Dollar (643.500 Euro) aus seiner Ledger Wallet zu übertragen. Er teilte eine Solana-Wallet-Adresse im Blockchain-Explorer Solscan, um seine Darstellung zu untermauern, doch die Polizei oder andere Behörden haben den Vorfall bislang nicht bestätigt.

Der Trader schrieb dazu: „If you live in the U.K. and do crypto get the f**k out.“

Mehr Druck auf Krypto-Besitzer

Die Meldung folgt auf einen früheren britischen Überfall vom vergangenen Dezember, als maskierte Angreifer einen Krypto-Investor mit Hämmern schlugen und seine schwangere Frau bedrohten, bis er Hunderttausende Pfund in Krypto übertrug. Solche Angriffe werden oft als „Wrench Attacks“ bezeichnet, weil Gewalt oder Drohungen eingesetzt werden, um jemanden zur Herausgabe seiner Holdings zu zwingen.

Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis wurden in der ersten Hälfte von 2026 weltweit mehr als 30 Millionen Dollar (26,8 Millionen Euro) durch gewaltsame Angriffe gestohlen. Home Invasions machten dabei 37 % der gemeldeten Vorfälle aus, nach 14 % ein Jahr zuvor. CertiK zählte im selben Zeitraum 52 bestätigte Angriffe weltweit, davon 33 in Frankreich. Das unterstreicht, dass physischer Zwang für Krypto-Besitzer neben Hacks, Phishing und Smart-Contract-Exploits zu einem größeren Risiko geworden ist.

Auch im Bereich der Hardware-Wallets nimmt der Druck weiter zu: Trezor warnte bereits, dass ein Datenleck Kunden zusätzlich anfällig für Phishing und andere gezielte Angriffe machen kann.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Besitzer ist das vor allem deshalb relevant, weil die Bedrohung nicht bei einer Wallet oder einem Private Key endet. Wer viel Krypto öffentlich macht oder häufig über seinen Bestand spricht, kann sogar ein zusätzliches Risiko eingehen. Die Zahlen zeigen auch, dass Sicherheit immer häufiger über rein digitale Maßnahmen hinausgeht, mit mehr Fokus auf Privatsphäre und persönlichen Schutz.


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