Finst

USA investiert 150 Millionen Dollar, um mit dem CLARITY Act gegen Kryptobetrug vorzugehen

Die USA wollen mit zusätzlicher Finanzierung und strengeren Regeln Kryptobetrug härter angehen. Der Senat befasst sich jetzt mit dem CLARITY Act, der auch neue Ermittlungsinstrumente ermöglichen soll.

USA investiert 150 Millionen Dollar, um mit dem CLARITY Act gegen Kryptobetrug vorzugehen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die USA wollen 150 Millionen Dollar investieren, um Kryptobetrug und andere Straftaten im Markt für digitale Assets besser aufzuspüren.
  • Die Finanzierung im CLARITY Act soll FinCEN mit zusätzlichen Anti-Geldwäsche-Programmen, Verdachtsmeldungen und Blockchain-Analysetools unterstützen.
  • Der Senat stimmt bald über den CLARITY Act ab, der auch strengere Regeln für digitale Asset-Kioske enthält.

Die US-Regierung will 150 Millionen Dollar investieren, um Kryptoscammer und andere Kriminelle im Markt für digitale Assets besser aufspüren zu können. Der Betrag ist im CLARITY Act vorgesehen, einem Gesetzentwurf, über den bald im gesamten Senat abgestimmt werden soll.

Ziel der Finanzierung

Die zusätzlichen Mittel sind für das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) gedacht, eine Behörde des US-Finanzministeriums, die verdächtige Geldströme untersucht. Mit der Finanzierung kann FinCEN seine Programme gegen Geldwäsche ausbauen, mehr Meldungen über verdächtige Aktivitäten verarbeiten und fortschrittliche Blockchain-Analysetools einsetzen. Außerdem wird ein Pilotprojekt unterstützt, bei dem Unternehmen Bedrohungsinformationen mit Bundesermittlern teilen können.

Kryptobetrug hat in den USA deutlich zugenommen: 2024 verloren Amerikaner zusammen 9,3 Milliarden Dollar durch internetbasierte Kriminalität mit Krypto-Bezug, wobei vor allem Menschen über 60 stark betroffen waren. Allein bei Bitcoin-Automaten wurden in der ersten Hälfte von 2024 Verluste von mehr als 65 Millionen Dollar gemeldet, davon rund 71 Prozent bei älteren Menschen. Der US-Ansatz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem auch die Nachwirkungen großer Betrugsfälle weiter spürbar sind; im Fall um Sam Bankman-Fried blieb die hohe Strafe kürzlich bestehen.

Stand rund um den CLARITY Act

Der CLARITY Act wurde im Juli 2025 mit großer Mehrheit vom Repräsentantenhaus verabschiedet und erhielt im Mai 2026 auch Unterstützung vom Bankenausschuss des Senats. Jetzt liegt der Entwurf für eine endgültige Abstimmung im Senat vor, wo Befürworter auf eine schnelle Verabschiedung hoffen. Gleichzeitig warnen Kritiker, dass der Gesetzentwurf weiterhin Lücken für illegale Finanzaktivitäten lassen könnte.

Der Gesetzentwurf enthält auch strengere Regeln für digitale Asset-Kioske, einen schnell wachsenden Kanal für Betrug. So bekommen Anbieter einen sicheren Hafen, um verdächtige Transaktionen zu pausieren, wenn Ermittlungsbehörden darum bitten.

Relevanz für den europäischen Kryptomarkt

Auch wenn der CLARITY Act ein US-Gesetz ist, kann der Umgang mit Kryptobetrug und der Ausbau der Aufsicht auch für europäische Krypto-Investoren und Unternehmen relevant sein. Er zeigt, dass große Märkte immer stärker in die Bekämpfung von Missbrauch und in klare Regeln investieren, was sich möglicherweise auf die internationale Zusammenarbeit und Regulierung rund um digitale Assets auswirken kann.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.