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IRS warnt vor Fake-Briefen zu Krypto-Steuern

Die IRS meldet eine neue Phishing-Welle über Papierbriefe mit QR-Codes und ein Fake-Portal. Coinbase und DarkTower ordnen die Kampagne Krypto-Inhabern und einer Lookalike-Domain in Hongkong zu.

IRS warnt vor Fake-Briefen zu Krypto-Steuern

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die IRS warnt vor gefälschten Briefen an Krypto-Inhaber, die auf ein betrügerisches Digital Asset Compliance Portal verweisen.
  • Die Schreiben enthalten QR-Codes, die auf eine nachgeahmte Website führen sollen, um persönliche Daten und digitale Assets abzugreifen.
  • Die Kampagne läuft über physische Post; die IRS betont, dass sie kein solches Portal betreibt und diese Briefe nicht verschickt.

Die amerikanische Steuerbehörde IRS warnt vor gefälschten Briefen, die Betrüger an Krypto-Inhaber versenden. Darin werden Empfänger auf ein betrügerisches „Digital Asset Compliance Portal“ gelenkt, das offenbar persönliche Daten und digitale Assets abgreifen soll.

Fake-Portal per QR-Code

Die Warnung veröffentlichte die Criminal Investigation-Einheit der IRS am Donnerstag. Nach Angaben der Behörde enthalten die Schreiben QR-Codes, die auf eine nachgemachte Website führen. Die IRS stellt zugleich klar, dass sie weder ein solches Portal betreibt noch diese Briefe verschickt.

In den Fake-Briefen wird behauptet, die Empfänger müssten sich bis zu einer Frist registrieren. Wer den QR-Code scannt, landet auf einer betrügerischen Seite, die nach persönlichen Informationen fragt. Die IRS rät Steuerpflichtigen deshalb, keine QR-Codes aus unaufgeforderten Briefen, E-Mails oder SMS zu scannen. Zudem warnt die Behörde davor, auf Anrufer einzugehen, die eine Zahlung verlangen.

Physische Post als neuer Trick

Bemerkenswert ist, dass diese Kampagne nicht nur digital, sondern über klassische Post verschickt wird. Coinbase und das Threat-Intelligence-Unternehmen DarkTower haben die Aktion in dieser Woche entdeckt. Ihren Angaben zufolge verweisen die Briefe auf die Steuerjahre 2017 bis 2026. Außerdem zeigte sich, dass die Lookalike-Domain über einen Registrar in Hongkong registriert und in Rumänien gehostet wurde.

Die IRS warnt seit Jahren vor Steuerbetrug, und auch Krypto-bezogene Scams tauchen in diesen Hinweisen regelmäßig auf. Die Behörde nimmt solche Risiken außerdem immer wieder in ihre jährliche Dirty-Dozen-Liste auf, in der verschiedene Steuer-Scams aufgeführt werden. Das fügt sich in eine breitere Welle von Krypto-Betrug ein, von Fake-Wallets bis hin zu Account-Übernahmen und anderen Formen der Identitätsvortäuschung.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Leser zeigt der Fall, wie schnell sich Betrugsmaschen an das Nutzungsverhalten im Krypto-Markt anpassen. Während Phishing häufig über E-Mail oder Chat läuft, kann ein Papierbrief mit QR-Code besonders glaubwürdig wirken. Damit bleibt das Thema auch für alle relevant, die Krypto halten und außerhalb der USA mit Identitätsbetrug oder Fake-Support konfrontiert werden könnten.


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