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Sam Bankman-Fried bittet den Supreme Court um eine letzte Chance

Der FTX-Gründer wehrt sich neben seiner 25-jährigen Haftstrafe auch gegen die Einziehung von 11 Milliarden Dollar. Der Supreme Court entscheidet, ob seine letzte Berufung im Betrugsfall behandelt wird.

Sam Bankman-Fried bittet den Supreme Court um eine letzte Chance

Wichtigste Erkenntnisse

  • Sam Bankman-Fried bittet den US Supreme Court, seine Verurteilung und die Einziehung von 11 Milliarden Dollar erneut zu prüfen.
  • Untergerichte haben seine Berufung bereits abgewiesen; der Supreme Court befasst sich nur mit einem kleinen Teil der Anträge.
  • Im Mittelpunkt des Falls stehen Beweise, die Schadensfeststellung und Sanktionen nach dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022.

Sam Bankman-Fried versucht, seine Verurteilung und die Einziehung von 11 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) noch einmal vor dem US-amerikanischen Supreme Court anzufechten. Der Gründer von FTX, einst eines der bekanntesten Gesichter in Krypto, hat seine rechtlichen Möglichkeiten fast ausgeschöpft, nachdem Untergerichte seine Berufung bereits abgewiesen haben.

Letzter Schritt zum Gericht

Seine Anwälte bitten den Supreme Court nun, den Fall zu überprüfen. Das ist ein langer Weg, denn das Gericht befasst sich nur mit einem kleinen Teil der Anträge. Wenn die Richter den Fall nicht aufgreifen oder den Antrag ablehnen, dürfte das für Bankman-Fried wahrscheinlich das Ende seines juristischen Kampfes um diese Verurteilung bedeuten.

Im Kern seines Einspruchs steht, dass das Gericht Beweise berücksichtigt habe, aus denen hervorgehe, dass FTX-Kunden Geld verloren, als ihre Guthaben an Alameda Research, das Handelsunternehmen von Bankman-Fried, übertragen wurden. Nach Ansicht seiner Verteidigung sei es unrechtmäßig gewesen, dass er nicht vollständig darlegen konnte, dass genügend Assets vorhanden gewesen seien, um die Kunden zurückzuzahlen. Auch die hohe Einziehung von 11 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) sei nach Ansicht seiner Anwälte zu streng.

Was die Richter bereits gesagt haben

Das US-Berufungsgericht im Second Circuit entschied bereits im Juni, dass der Richter in erster Instanz bei der Beweisaufnahme angemessen gehandelt habe. Die Richter sagten dabei, dass die Tatsache, dass einige FTX-Kunden Margin Trading nutzten, keine Rolle spiele, weil niemand zugestimmt habe, dass ihr Geld unter falschen Vorwänden an Alameda übertragen werde.

Damit dreht sich der Fall nicht nur um die Strafe von 25 Jahren Haft, sondern auch um die Frage, wie weit ein Richter bei der Feststellung von Schäden und Sanktionen nach einem großen Betrugsfall in Krypto gehen darf. Das macht das Ergebnis relevant für die breitere Debatte über Aufsicht, Kundenschutz und die rechtlichen Folgen des Zusammenbruchs von FTX.

Größere Bedeutung für Krypto

Der Fall um Bankman-Fried bleibt eines der bekanntesten Nachspiel-Dossiers aus der Kryptobranche. FTX brach 2022 zusammen, woraufhin Kunden, Investoren und Geldgeber gemeinsam Schäden in Milliardenhöhe zurückließen. Für europäische Leser zeigt das, wie groß die rechtlichen Folgen sein können, wenn eine große Krypto-Exchange zusammenbricht und Kundenguthaben sich nicht mehr als sicher erweisen. Auch die laufende Abwicklung der Insolvenz zeigt, wie lange dieses Nachspiel dauern kann: die fünfte Ausschüttung an Gläubiger wurde erst Jahre nach dem Zusammenbruch des Unternehmens angekündigt.


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