Kalshi will 24/7 Tesla- und Nvidia-Perps in die USA bringen
Kalshi beantragt CFTC-Genehmigung für rund 60 Perps auf Aktien und ETFs, mit Tesla und Nvidia als erste Namen. Der Schritt verschärft die Debatte über die Aufsicht durch SEC und CFTC.

Wichtigste Erkenntnisse
- Kalshi will in den USA Perpetual Futures auf Aktien und ETFs einführen, darunter Tesla, Apple und Nvidia.
- Wenn die Aufsichtsbehörde zustimmt, wären dies die ersten regulierten Single-Stock-Perps in den Vereinigten Staaten.
- Der Antrag verschärft die Debatte über die Aufsicht zwischen der CFTC und der SEC, vor allem mit Blick auf Marktintegrität und Handel außerhalb der Börsenzeiten.
Kalshi will in den Vereinigten Staaten Perpetual Futures auf Aktien und ETFs anbieten, mit Namen wie Tesla, Apple und Nvidia. Wenn die Aufsichtsbehörde zustimmt, wären dies die ersten regulierten Single-Stock-Perps in den USA. Der Plan stellt damit eines der bekanntesten Krypto-Handelsprodukte direkt neben den Aktienmarkt.
Was Kalshi lancieren will
Der Prediction-Market-Operator will laut The Wall Street Journal die Genehmigung für etwa 60 Perpetual Futures auf einzelne Aktien und exchange-traded Funds beantragen. Perps sind Kontrakte, mit denen Trader auf einen Anstieg oder Rückgang setzen können, oft mit geliehenem Geld und ohne festes Enddatum. Stattdessen zahlen Händler sich regelmäßig Beträge, um den Preis nahe am zugrunde liegenden Wert zu halten.
Kalshi erhielt im Mai bereits die CFTC-Genehmigung für einen Bitcoin-Perpetual-Kontrakt. Die Aufsichtsbehörde bezeichnete das damals als Futures-Kontrakt, warnte aber auch davor, dass dieselbe Struktur nicht automatisch für andere Arten von Assets geeignet ist. Das macht den neuen Antrag sofort zu einem härteren Test dafür, wie weit sich dieses Produkt in den USA ausdehnen lässt.
Regulierung bleibt der Knackpunkt
Im Kern geht es um die Frage, wer hier die Aufsicht übernehmen soll: die CFTC oder die SEC. Bei einem Kontrakt auf eine börsennotierte Aktie liegt die Frage nahe, ob er unter die Futures-Regeln fällt oder unter die Aufsicht über die zugrunde liegenden Aktien. Citadel Securities schrieb in einem Brief an beide Aufsichtsbehörden, dass Produkte auf US-börsennotierte Unternehmen unter der SEC-Aufsicht bleiben sollten.
Die Sorgen drehen sich vor allem um Marktintegrität und Aufsicht. Ein Perp auf Tesla oder Nvidia kann auch nachts und am Wochenende weiter gehandelt werden, während die Aktien selbst dann geschlossen sind. Das kann ein Live-Bild davon liefern, was Trader ein Unternehmen wert finden, wirft aber auch Fragen zu Informationsvorteilen und der Abstimmung zwischen den Märkten auf.
Warum das Krypto betrifft
Für Kryptohändler ist das relevant, weil Perps seit Jahren zu den größten Produkten der Branche gehören. BitMEX machte sie populär, und neuere Handelsplätze wie Hyperliquid ermöglichen es Tradern inzwischen, jederzeit Positionen auf Bitcoin und Hunderte Tokens einzugehen. Wenn eine regulierte US-Version für Aktien und ETFs durchkommt, könnte das zeigen, wie weit sich ein bekanntes Krypto-Produkt außerhalb des Kryptomarkts selbst ausweiten lässt.
Auch die breitere US-Debatte über die Marktstruktur spielt eine Rolle. Die Frage, wer neue Handelsformen beaufsichtigen soll, zieht sich schon länger durch die Vorbereitung neuer CFTC-Regeln, während Washington weiterhin nach einer klaren Aufteilung zwischen den Aufsichtsbehörden sucht.